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Verschwörung

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Verschwörung

The Girl in the Spider’s Web

UK / Deutschland / Schweden / Kanada 2018

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca.111 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Entertainment

Filmzine-Review vom 03.06.2019

In Stockholm wird Frans Balder (Stephen Merchant), einer der weltweit führenden Experten für künstliche Intelligenz, ermordet. Kurz vor seinem Tod hatte er der Journalistenspürnase Mikael Blomkvist (blass: Sverrir Gudnason) Informationen zu einer brisanten Software versprochen. Als dieser erfährt, dass Balder auch in Kontakt zu Lisbeth Salander (Claire Foy) stand, wird er hellhörig. Die Spur führt zu einem amerikanischen Softwarekonzern, der nicht nur mit der NSA verknüpft ist, sondern auch mit der kriminellen „Spider Society“. Während Blomkvist versucht, die Hintergründe des Anschlags aufzudecken, wird Lisbeth mit ihrer Vergangenheit konfrontiert…

Bis zuletzt hatte man gehofft, dass David Fincher nach Verblendung / The Girl With The Dragon Tattoo für weitere Folgen der Millennium-Reihe erneut auf dem Regiestuhl Platz nehmen würde. Doch da Finchers Film nicht die kommerziellen Erwartungen erfüllen konnte, ist das Interesse seitens der Produzenten dann wohl doch abgekühlt. Für Verschwörung (The Girl in the Spider’s Web) fiel die Wahl etwas überraschend auf den Südamerikaner Fede Alvarez, der sich zuvor mit Don’t Breathe und dem hartgesottenen Reboot von Evil Dead einen Namen im Horror-Genre gemacht hat. Von der Meisterklasse seines Vorgängers ist Alvarez noch ein ganzes Stück entfernt und so ist Verschwörung längst nicht so elegant oder ausgefeilt wie Verblendung. Die fehlende Qualität versucht Alvarez mit reichlich Action, Verfolgungsjagden und Spektakel im Bond-Stil auszugleichen, was aber nur bedingt von Erfolg gekrönt wird. Immerhin gelingt es der mittlerweile dritten Lisbeth Salander-Darstellerin, in die riesengroßen Fußstapfen iher Vorgängerinnen (Noomi Rapace & Rooney Mara) zu treten: Als punkiger Racheengel mit dem Drachentattoo ist die wandlungsfähige Britin Claire Foy (aus The Crown) ein echter Glücksgriff. Schon in der packenden Eingangssequenz, in der sie einem frauenschlagenden Unsympathen (Volker Bruch aus Babylon Berlin) nach allen Regeln der Kunst eine Lektion erteilt, zieht sie das Publikum auf ihre Seite. Salander bleibt die mit Abstand interessanteste Figur in diesem eiskalten Nordic Noir, alle anderen Figuren inklusive Journalisten-Partner Mikael Blomkvist oder die austauschbaren Bösewichte spielen nur die zweite Geige.

 

DVD Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseur Fede Alvarez und Drehbuchautor Jay Basu
    • Claire Foy: Lisbeth werden (9 min)
    • Geheimnisse der Salander-Schwestern (5 min)
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Claire Foy ist als punkiger Racheengel ein echter Glücksgriff, doch die Qualität der Vorgänger erreicht diese Millennium-Fortsetzung nur selten.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Leserwertung

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