11:14 – elevenfourteen

© e-m-s

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11:14 – elevenfourteen

11:14

USA 2003

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 82 Min.

Studio: MDP Worldwide

Vertrieb: e-m-s

Filmzine-Review vom 27.02.2006

Der Schauplatz: die menschenleeren Straßen einer amerikanischen Kleinstadt. Die Zeit: 23 Uhr 14. Die Beteiligten: ein betrunkener Autofahrer, drei übermütige Jugendliche, ein Teenie-Luder sowie ihr Freund, ihr Lover und ihre Eltern. Das Resultat: zwei Unfälle, zwei Leichen, ein abgetrennter Schniedel…

Es ist kein brandneues Konzept, das 11:14 verwendet. Das Zerstückeln von Handlungssträngen, die sich am Schluss zusammenfügen und Ungereimtheiten auflösen, gab es in ähnlicher Form schon in Filmen wie Go oder Memento. Doch der junge Debütregisseur und -drehbuchschreiber Greg Marcks konstruiert sein Thriller-Puzzle recht clever, beweist eine stilsichere und konstante Regieführung und unterhält mit bösem, schwarzem Humor von der ersten bis zur letzten Minute. Dabei ist es bemerkenswert, mit welchen bekannten Gesichtern der Frischling seine Independent-Produktion schmücken darf: Hilary Swank, Patrick Swayze, Rachael Leigh Cook, Barbara Hershey und Colin Hanks haben allesamt offensichtlich Freude am Skript und liefern durchweg überzeugende Arbeit. Bleibt zu bemängeln, dass es 11:14 an einer Aussage fehlt, und der Film so leichter in Vergessenheit geraten wird als beispielsweise L.A. Crash. Dennoch wird dies sicher nicht das letzte sein, was man von Greg Marcks zu sehen bekommt.

Das Bild der DVD schwächelt hin und wieder etwas und lässt in einigen Szenen des ausschließlich nachts gedrehten Films leichte Rauschmuster erkennen. Die Tonspuren können sich hingegen hören lassen und sorgen für einen ausgewogenen Raumklang. Der Blick hinter die Kulissen fällt standardgemäß aus, die Interviews mit sämtlichen Darstellern und dem Regisseur bringen es auf eine Gesamtlänge von 24 Minuten, sind aber leider sehr zerhackstückelt, wenngleich nicht uninteressant.

 

Ninas Filmwertung

Chaos-Theorie kurz vor Mitternacht: bemerkenswertes Erstlingswerk mit interessanter Besetzung.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb e-m-s kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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