© Bildmaterial Murray Close/Lionsgate

The Long Walk

© LEONINE Studios

The Long Walk – Todesmarsch

USA 2025

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca.  Min.

Vertrieb: LEONINE

VÖ-Datum: 24.12.2025

Filmzine-Review vom 02.01.2026

In einem totalitären Polizeistaat nehmen jedes Jahr 50 Jugendliche am sogenannten Long Walk teil. Zu den Teilnehmern gehören diesmal auch die beiden Jugendlichen Ray Garraty (Cooper Hoffman) und Pete McVries (David Jonsson), die sich schnell anfreunden. Der Gewinner erhält lebenslang alles, was er sich wünscht. Alle anderen Teilnehmer, die die Vorschriften nicht einhalten können, werden unter der Aufsicht des gnadenlosen Majors (Mark Hamill) erschossen. Wer 30 Sekunden lang unter 4 km/h läuft, bekommt eine Verwarnung – die vierte Verwarnung bedeutet den Tod…

Als Stephen King Todesmarsch 1979 unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte, fand das Werk kaum Beachtung. Erst Mitte der 1980er, als King das Geheimnis um die wahre Identität des Autors lüftete, wurde der dystopische Thriller, der ursprünglich als Allegorie auf den Vietnamkrieg zu verstehen war, zum Hit. Gerüchte um eine Hollywood-Verfilmung hielten sich im Laufe der Zeit hartnäckig, doch erst Panem-Macher Francis Lawrence, ein ausgewiesener Spezialist für düstere SciFi-Themen (siehe auch I am Legend), gelang es, den Stoff für die große Leinwand zu adaptieren. Wie es der Zufall so wollte, erschien mit dem Running Man-Remake fast parallel zu The Long Walk eine weitere Bachman-Verfilmung. Diese hat zwar deutlich mehr gekostet und mehr Prestige, doch der bessere Film ist eindeutig die überwiegend werkgetreue Umsetzung von Francis Lawrence. Ohne großes Vorgeplänkel geht es direkt zum titelgebenden Long Walk. Warum diese jungen Männer sich freiwillig für einen Wettbewerb mit solch ungünstigen Chancen melden, bleibt ein wenig rätselhaft, da die autoritäre Gesellschaft, in der die Geschichte angesiedelt ist (Autos und Kleidung ähneln dem Amerika der 1960er Jahre), nicht wirklich im Detail erklärt wird. Es ist jedoch klar, dass Cooper Hoffman (der Sohn von Philip Seymour Hoffman) als durch und durch anständiger Ray Garraty der Sympathieträger ist, der sich mit seinen Mitstreitern wie Pete anfreundet. Ihre wachsende Freundschaft ist das Herzstück des Films, wenngleich später auch andere Teilnehmer in den Vordergrund rücken und ihre eigenen inneren Kämpfe durchblicken lassen. Die Kameradschaft wird jedoch schnell auf die Probe gestellt, denn die zunehmend erschöpfte Gruppe wird nach Krämpfen, blutigen Blasen an den Füßen oder anderen Hindernissen recht schnell von den begleitenden Soldaten dezimiert. Gerade in diesen zum Teil erstaunlich expliziten Szenen hält sich der harte Survival-Thriller nicht zurück und sorgt für gleichermaßen packende wie beklemmende Spannung.

 

Blu-ray Extras:

    • Ever Onward: Making The Long Walk: Chapter 1-5 (75 min)
    • Kinotrailer zum Film
    • Trailer zu 5 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Harter, beklemmender Survival-Thriller nach einem frühen Roman von Stephen King. Im Vergleich zum thematisch verwandten Running Man hat The Long Walk eindeutig die Nase vorn.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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