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Alpha

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Alpha

Frankreich 2025

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 128 Min.

Vertrieb: Plaion Pictures

VÖ-Datum: bereits erhältlich

Filmzine-Review vom 14.08.2026

Frankreich in den 1980er Jahren: Die 13-jährige Alpha (Mélissa Boros) lässt sich auf einer Party aus einer Laune heraus tätowieren und wird daraufhin verdächtigt, sich dabei mit einer Krankheit angesteckt zu haben, die Menschen langsam in Stein verwandelt. Während ihre Mutter, eine Ärztin im örtlichen Krankenhaus, die rätselhafte Krankheit erforschen möchte, kehrt ihr vom Drogenmissbrauch schwer gezeichneter Onkel Amin (Tahar Rahim) in das Leben der Familie zurück…

Nach Raw und dem mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichneten Titane macht die französische Regisseurin Julia Ducournau mit ihrem dritten Film Alpha wieder einen kleinen Schritt zurück. Zwar finden sich besonders zu Beginn in der schmerzhaften Tätowier-Sequenz vereinzelt Body-Horror-Elemente, doch diese sind rar gesät und Alpha ist am Ende mehr ein melancholisches, leicht apokalyptisches Trauerdrama als ein extremer Horrorfilm. Zwar werden eine ganze Vielzahl von Themen behandelt – gesellschaftliche Ausgrenzung, die zerstörerischen Auswirkungen der Drogenabhängigkeit und die Zerbrechlichkeit familiärer Bindungen – doch Alpha findet selten einen Flow. Insbesondere der sich in die Länge ziehende letzte Akt ist eine echte Geduldsprobe. Es gibt aber auch immer wieder Szenen, die sich ins Gedächtnis einbrennen, etwas wenn der bereits von der rätselhaften Epidemie befallene Onkel Amin zusammen mit anderen Erkrankten mit Alpha auf der Discotanzfläche in einer Art Totentanz zu den Klängen des Nick Cave-Klassikers „Mercy Seat“ kaum noch seine fast erstarrten Arme bewegen kann. Die 20-jährige Mélissa Boros spielt den Part der 13-jährigen Alpha überzeugend, doch der für seine Rolle extrem abgemagerte Tahar Rahim (Die Schlange) sorgt als erkrankter Onkel für die emotionalsten Momente.

Blu-ray Extras:

    • Interview mit Julia Ducournau (7 min)
    • Interview mit Mélissa Boros (7 min)
    • Interview mit Tahar Rahim (6 min)
    • Interview mit Golshifteh Farahani (6 mn)
    • Deutscher Kinotrailer
    • Trailer zu 3 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Titane-Regisseurin Julia Ducournau schlägt in diesem düsteren und apokalyptisch angehauchtem Trauer-Drama weniger radikale Töne an.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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