Catch-22

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Catch-22

USA 2019

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 256 Min.

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 27.12.2019

Italien 1944: Bombenschütze John Yossarian (Christopher Abbott) ist auf einer kleinen Mittelmeerinsel stationiert und gehört zu einem US-Luftwaffengeschwader, das gegen die Deutschen kämpft. Yossarian ist längst kriegsmüde und nicht besonders erfreut, bei jeder Mission Leben und Gesundheit zu riskieren, während neben ihm seine Kumpels sterben. Zudem hat er längst seine Zielvereinbarung erreicht, doch sein Vorgesetzter Colonel Cathcart (Kyle Chandler) lässt nicht locker und erhöht kurzerhand die Anzahl der Flugeinsätze. Gerne würde sich Yossarian für verrückt erklären lassen, um endlich nach Hause zu kommen. Allerdings kommt ihm die absurde Catch-22-Regel in die Quere, nach deren Argumentation jeder, der um seine Versetzung in die Heimat bittet, seine geistige Gesundheit beweist und demnach wieder in den Flieger steigen muss…

Wie schon Mike Nichols Spiefilmversion aus dem Jahr 1970 basiert auch das Serien-Update von Catch-22 (produziert vom US-Streamingdienst Hulu) auf dem weltberühmten Roman von Joseph Heller. Die kreativen Köpfe der sechsteiligen Mini-Serie sind George Clooney und sein langjähriger Partner Grant Heslov, die beide auch mitspielen – Clooney als patriotischer General „Scheisskopf“ und Heslov als Lagerarzt Doc Daneeka – und jeweils bei zwei Folgen Regie führen. Anders als Monuments Men: Ungewöhnliche Helden, dem vorherigen misslungenen geschichtsträchtigen Ausflug des Duos, kann Catch-22 mit bitterbösem Witz überzeugen und stellt die bisherige Filmadaption in den Schatten. Darüber hinaus gelingt es der aufwendig inszenierten Kriegssatire, welche die absurde Sinnlosigkeit des Krieges und Militarismus im Allgemeinen entlarvt, den Kern des Buches genau auf den Punkt zu bringen. Schlimmer als die verfeindeten Nazis sind hier die unterbelichteten Befehlshaber und verblödeten Bürokraten, die den frustrierten Yossarian in den Wahnsinn treiben. Hauptdarsteller Christopher Abbott wurde für seinen Auftritt unlängst für einen Golden Globe nominiert. An seiner Seite spielen zahlreiche unverbrauchte neue Gesichter wie etwa Daniel David Stewart, der als gerissener First Lieutenant Milo trotz aller widrigen Umstände einen florienden Schwarzmarkt aufbaut, und etablierte Haudegen wie Kyle Chandler oder Hugh Laurie.

Die Serie erscheint mit Verspätung nun auch im Heimkino, allerdings lediglich im technisch bescheidenen DVD-Format. Die sechs Episoden verteilen sich auf zwei Discs. Während man die „Deleted Scenes“ getrost außer Acht lassen kann, lohnt sich ein Blick auf das dreiteilige Making of „Die Zahnräder des Krieges“.

 

DVD Extras:

    • Die Zahnräder des Krieges – Teil 1: „Catch-22“ ist ein ganz schöner Fang! (15 min)
    • 13 Deleted Scenes (6 min)
    • Outtakes (21 min)
    • Die Zahnräder des Krieges – Teil 2: Der militärisch-industrielle Komplex ist komplex! (15 min)
    • Die Zahnräder des Krieges – Teil 3: Yossarian lebt!!!(?)! (14 min)
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

In jeder Hinsicht überzeugendes Serien-Update der berühmten Antikriegssatire nach dem Roman von Joseph Heller.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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