Comedy Street
D 2002
FSK: ab 16 Jahren
Länge: ca. 140 Min.
Studio: Prime Productions | ProSieben
Vertrieb: Sony Music Media
Filmzine-Review vom 05.11.2002
Genau genommen ist es lediglich die konsequente Weiterentwicklung von TV-Formaten wie „Verstehen Sie Spaß“, „April, April“ und Konsorten. Da werden Kameras versteckt, Menschen auf offener Straße mit ungewohnten Situationen konfrontiert und der Rest der Welt darf mit einem hämischen Grinsen zugucken. Nicht anders als das englische Original Happy Trigger TV setzt auch das deutsche Pendant Comedystreet im Grunde auf dieses simple Schema, auch wenn der Provokationsbogen heute natürlich deutlich aggressiver gespannt wird als bei antiken TV-Späßen z.B. mit überlaufenden Eiscreme-Maschinen.
In der sechs Folgen umfassenden ersten Staffel von Comedy Street erlebt man einen extrem wandlungsfähigen Simon Gosejohann (Viva-Moderator und Ex-„WG Europa“-Bewohner), der seine Rollen, ob als Mafioso, Mofa-Asi, Rollstuhlfahrer, Jäger, Kellner oder Polizist, mit Bravour auf die Straße bringt und seine Opfer zu überzeugen weiß. Dabei schwankt die humoristische Qualität der gefakten Alltagssituationen von Lachtränen-treibend bis Stirnrunzeln. So ist dann auch spätestens nach drei Folgen ein gewisser Sättigungsgrad erreicht und man erwischt sich schon mal bei dem Gedanken, dass es eine gut gemachte „Best of“-Compilation auch getan hätte.
Bild und Ton sind aufgrund des videobasierten Ausgangsmaterials naturgemäß eher schwach, bewegen sich aber zumindest auf akzeptablem TV-Niveau. Als Zugaben findet man auf der DVD knapp 12 Minuten bisher ungesendeter Szenen, leider wenig spannende Outtakes und zwei grottenschlechte, selbstgemachte Kurzfilme aus dem Hause Gosejohann, die sich Simon besser für eine Privatvorführung aufgehoben hätte.
Mikes Filmwertung
Unterhaltsamer Fast Food-Voyeurismus mit schwankendem Spaßfaktor.
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