Cowboys & Aliens

© Paramount Home Entertainment

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Cowboys & Aliens

USA 2011

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 114 Min.

Studio: DreamWorks SKG | Paramount Pictures | Universal Pictures

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 20.01.2012

Arizona 1873: Mit erheblichem Gedächtnisverlust und einem merkwürdigen Metall-Armband an seiner linken Hand wacht Bandenanführer Jake Lonergan (Daniel Craig) in der Nähe des Kaffs Absolution auf. Dort hat der örtlichen Viehbaron Colonel Dolarhyde (Harrison Ford) das Sagen. Dolarhydes verzogenem Sohn (Paul Dano) verabreicht Lonergan direkt eine Tracht Prügel und landet dafür im Gefängnis. Als wie aus dem Nichts plötzlich Raumschiffe am Himmel auftauchen und die Stadt angreifen, überschlagen sich die Ereignisse…

James Bond und Indiana Jones in den Hauptrollen, Jon Favreau (Iron Man I + II) auf dem Regiestuhl und Steven Spielberg als ausführender Produzent: Mit dieser nicht zu toppenden Traumbesetzung hätte Cowboys & Aliens eigentlich das Zeug zum Blockbuster des 2011er Jahrgangs gehabt. Doch irgendwie ist die Rechnung nicht zu 100% aufgegangen. Die Grundidee, eine Alieninvasion im Wilden Westen, ist frech und originell, doch leider ist das fertige Skript (basierend auf einer Comicvorlage), an dem nicht weniger als 8(!) Schreiber herumdokterten, letztendlich eine relativ vorhersehbare Angelegenheit. Der Anfang, in dem Daniel Craig als Fremder ohne Namen erst mit einer Bande Kopfgeldjäger kurzen Prozess macht und sich dann in einer typischen Westernstadt mit den falschen Leuten anlegt, ist vielversprechend und mit Abstand der beste Teil von Cowboys & Aliens. Doch spätestens nach der ersten Alien-Attacke hat das Drehbuch sein Pulver verschossen. Schwerfällig und umständlich schleppt sich der Film bis zum unvermeintlichen Showdown zwischen den fiesen Außerirdischen auf der einen Seite und den Cowboys (und ein paar Indianern) auf der anderen Seite. Wie es besser geht, zeigt der britische Überraschungserfolg \“Ghetto-Kids & Aliens\“ (alias Attack The Block), der ganz ohne Stars und Bombasteffekte viel mehr Spaß macht.

Im direkten Vergleich zur Blu-ray zieht die DVD nicht nur im audiovisuellen Bereich, sondern auch bei den Extras deutlich den Kürzeren. Besonders vermisst werden die hervorragenden Interviews zwischen dem Regisseur und seinen Stars. Auf die DVD haben es immerhin noch der Audiokommentar und zwei Featurettes geschafft.

 

Marcs Filmwertung

Unterhaltsame Sci-Fi-Western-Genreverschmelzung, die das durchaus verhandene Potential zum Überflieger aber nicht ausnutzt.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Paramount Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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