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Der Himmel soll warten

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Der Himmel soll warten

Heaven Can Wait

USA 1978

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 101 Min.

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 20.12.2021

Kurz vor dem Super Bowl stirbt Football-Quarterback Joe Pendleton (Warren Beatty) bei einem Autounfall. Im Himmel entpuppt sich sein frühes Ableben jedoch als Versehen. Ein übereifriger Engel hatte den Ausgang des Unfalls nicht vorschriftsgemäß abgewartet und Joe voreilig mitgenommen, obwohl er eigentlich noch 50 Jahre zu leben gehabt hätte. Da Joes Leiche bereits eingeäschert wurde und eine Rückkehr demnach schwierig wird, bietet ihm Himmel-Oberaufseher Mr. Jordan (James Mason) an, seine restliche Lebenszeit in einem anderen Körper zu verbringen. Also kehrt Joe als Großindustrieller und Multimillionär Leo Farnsworth zurück. Dabei stellt er nicht nur den Konzern auf den Kopf, sondern bemüht sich auch um ein Football-Comeback, muss den Mordversuchen seiner Ehefrau und ihres Geliebten auweichen und verliebt sich in die Umweltaktivistin Betty (Julie Christie)…

Der Himmel soll warten ist ein 1978er Remake des Columbia-Klassikers Here comes Mr. Jordan von 1941 (Oscars für das beste Drehbuch und die beste Vorlage). Warren Beatty und Co-Regisseur Buck Henry machen aus dem Boxer des Originals einen alternden Football-Star und verpassen der Story einen satirischen Unterton. Sympathischerweise bleibt das Konzept der für die 40er Jahre so typischen Screwball-Komödie intakt und man glaubt kaum, einen Film von 1978 vor sich zu haben. Ursprünglich hätte Beatty am liebsten Cary Grant in der Rolle des Mr. Jordan gesehen, doch der hatte sich längst zur Ruhe gesetzt und ließ sich auch von seiner damaligen Frau Dyan Cannon, die in der Nebenrolle als Ehefrau von Leo Farnsworth zu sehen ist, nicht zu einem Leinwand-Comeback überreden. Nach McCabe & Mrs. Miller und Shampoo war Der Himmel soll warten bereits die dritte (und letzte) Zusammenarbeit von Warren Beatty und Julie Christie. Acht Oscar-Nominierungen in allen wichtigen Kategorien scheinen etwas übertrieben (die Trophäe gab es letztendlich nur für die beste Ausstattung) – die Komödie ist durchaus charmant und unterhaltsam, aber vielleicht nicht Hollywoods allergrößter Wurf.

 

Blu-ray Extras:

    • keine

 

Ninas Filmwertung

Charmante Engel-auf-Erden-Komödie in bester Screwball-Manier.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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