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Der Hochstapler – Roofman

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Der Hochstapler – Roofman

Roofman

USA 2025

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 125 Min.

Vertrieb: LEONINE

VÖ-Datum: 18.03.2026

Filmzine-Review vom dd.03.2026

Ex-Soldat Jeffrey Manchester (Channing Tatum) hat einen Tiefpunkt in seinem Leben erreicht: Nach der Trennung von seiner Frau versucht er, den Kontakt zu seinen drei Kindern aufrechtzuerhalten, denen er aufgrund finanzieller Probleme jedoch nicht viel bieten kann. Um schnell an Geld zu kommen, raubt er mehrere McDonald’s Filialen aus. Da er immer durch das Dach einsteigt, bekommt er von Presse und Polizei den Spitznamen „Roof Man“. Irgendwann wird er gefasst und zu einer langen Haftstrafe verurteilt, doch ihm gelingt der Ausbruch aus dem Gefängnis. Bis Gras über die Sache gewachsen ist, will er untertauchen – und quartiert sich unbemerkt in einem Toys „R“ Us ein. Über Umwege lernt er Mitarbeiterin Leigh (Kirsten Dunst) kennen und findet bei ihr eine neue Familie. Aber kann er ihr sein Geheimnis verraten?

Roofman, mit dem wenig überzeugenden deutschen Titelzusatz Der Hochstapler erzählt die wahre Geschichte von Jeffrey Manchester, der für seine 40 bis 60 Raubüberfälle, bei denen keine Personen zu Schaden kamen, zu absurden 45 Jahren Haft verurteilt wird. Dabei zeichnet Regisseur Derek Cianfrance (The Place Beyond The Pines, Blue Valentine) ein überwiegend positives Bild eines Mannes, der aus meist guten Gründen die falschen Entscheidungen trifft. Mit den Angestellten, die er überfällt, geht er stets übermäßig behutsam und empathisch vor und sorgt beispielsweise dafür, dass sie sich etwas überziehen, bevor er sie im Kühlraum einsperrt. Er will seinen Kindern ein guter Vater sein und das kann er nach seinem Verständnis nicht ohne Geld. Das Drehbuch nimmt sich im ersten Teil genug Zeit für diese Details und zieht damit das Publikum auf die Seite des Ganoven. Als geheimer Untermieter des Toys „R“ Us kann Channing Tatum dann sein komödiantisches Talent ausspielen und findet in Peter Dinklage als griesgrämigem Filialleiter einen fantastischen Gegenspieler. Seine nächtlichen Streifzüge durch den Spielwarenladen gehören zu den lustigen Highlights des Films. Cianfrance lässt bewusst Einblicke in die mangelnde Impulskontrolle und die Leichtsinnigkeit des Hauptcharakters zu, eine Bedrohung stellt er jedoch niemals dar. Das Bewusstsein, dass die Sache nicht gut ausgehen kann, stärkt die emotionale Verbindung zu den Figuren, wie auch zu Kirsten Dunst, die als verletzliche Frau und Mutter überzeugt, die unwissentlich ihr Herz an einen Betrüger verschenkt.

 

Blu-ray Extras:

    • Featurettes (35 min)
    • 7 Deleted & Alternative Scenes (9 min)
    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Kleiner Überraschungstipp, dem der schwierige Spagat zwischen lustig und traurig bemerkenswert gut gelingt.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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