Die Hochzeits-Crasher

© Warner Home Video

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Die Hochzeits-Crasher

Wedding Crashers

USA 2005

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 114 Min.

Studio: New Line Cinema

Vertrieb: Warner Home Video

Filmzine-Review vom 11.01.2006

Die Kumpels Jeremy (Vince Vaughn) und John (Owen Wilson) sind Hochzeits-Crasher: Sie mischen sich bei den Feierlichkeiten fremder Leute unter die Gäste, nicht etwa um das Buffet zu plündern, sondern in erster Linie, um die ein oder andere Brautjungfer abzuschleppen. Als sich John dann aber bei einer Vermählung im Hause des Finanzministers William Cleary (Christopher Walken) in Claire (Rachel McAdams) – die jüngere Schwester der Braut – verliebt, droht die Aktion nach hinten los zu gehen…

Was in rasantem Tempo und mit einigen charmant-sexistischen Schenkelklopfern beginnt, verliert bereits im Mittelteil viel von seiner Originalität. In einer der wohl lustigsten Sequenzen kann man beobachten, wie sich die Hochzeits-Crasher auf chinesischen, indischen, jüdischen und irischen Hochzeiten einschleichen und mit den abenteuerlichsten Geschichten und Aktionen schnell im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen und so die Aufmerksamkeit der „herrenlosen“ Damen auf sich lenken. Dabei stellen sich die Spaßvögel Vaughn und Wilson als äußerst kompatibles Komikerduo heraus. Der weitere Verlauf, sprich aufkeimende ehrliche Gefühle für eines der potenziellen Opfer und die Läuterung der infantilen Chaoten, ist dann aber vorprogrammiert und birgt somit wenig Überraschungen. Dazu kommt der eindeutig zu negativ konzipierte Charakter von Claires Verlobtem, der jeder seiner Szenen einen unangenehmen Beigeschmack gibt, sowie die mit 2 Stunden eindeutig zu lange Laufzeit. Eine übersentimentale zweite Hälfte lässt die guten Momente der ersten Hälfte leider schnell vergessen.

Während der Audiokommentar mit den beiden Hauptdarstellern in eine Plauderstunde abdriftet, die eigentlich kaum etwas mit dem Film und oder den einzelnen Szenen zu tun hat, ist der Kommentar mit Regisseur David Dobkin dafür umso informativer und gehaltvoller. Ein paar Deleted Scenes, ein PR-lastiges Featurette zur Hochzeitsplanung sowie eine Einführung in die Regeln des Wedding Crashing sind außerdem mit an Bord.

 

Ninas Filmwertung

Liebeskomödie mit einigen guten Lachern, aber einem zu schwachen und gefühlsduseligen Abgang.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

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