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Die Insel der besonderen Kinder

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Die Insel der besonderen Kinder

Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children

USA 2016

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 127 Min.

Studio: 20th Century Fox

Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment

Filmzine-Review vom 21.02.2017

Jakes Opa Abe (Terence Stamp) erzählt seinem Enkel mit Vorliebe von den bizarren Ereignissen in dem Waisenhaus, in dem er seine Kindheit verbrachte. Nach dem gewaltsamen Tod seines geliebten Großvaters gehen Jake (Asa Butterfield) diese Geschichten nicht mehr aus dem Kopf. Um sein Trauertrauma zu bewältigen, besucht sein Vater mit ihm die Insel, auf der das Waisenhaus von Miss Peregrine einst stand. Nur eine Ruine ist noch übrig, doch Jake gerät in eine Zeitschleife und findet sich plötzlich im Jahr 1943 wieder – inmitten der besonderen Kinder, von denen er schon so viel gehört hat…

Tim Burton scheint langsam zu alter Form zurückzufinden. Hat er es bei Alice im Wunderland (auch für seinen eigenen Geschmack) zu sehr mit den CGI-Einsätzen übertrieben, fiel Big Eyes für Burton-Verhältnisse dann geradezu „normal“ aus. In Die Insel der besonderen Kinder findet er einen angemessenen Mittelweg, denn das prachtvolle Herrenhaus, das als Kulisse für das Waisenhaus dient, steht in der Nähe von Antwerpen. An den eigenartigen Kindern kann er sich dann so richtig austoben – da wären zum Beispiel die hübsche Ella Purnell (die an die junge Christina Ricci erinnert) als federleichte Emma, die ohne ihre Bleischuhe oder eine Leine um die Hüfte auf und davon schweben würde, oder die kleine Claire, die am Hinterkopf ein gefräßiges Mundwerk mit mehreren Zahnreihen besitzt. Die Kreaturen, die Enoch nach Frankenstein-Manier zum Leben erweckt, sind mit Stop-Motion-Technik animiert, mit der sich der Regisseur bestens auskennt. Auch die Hollowgasts – die Monster, die es auf die Augen der besonderen Kinder abgesehen haben – sind ganz klar dem Burton-Universum entsprungen und erinnern stark an Jack Skellington und Co., während die Skelette aus der Geisterbahn eine Hommage an den US-Tricktechniker Ray Harryhausen sein dürften. Es gibt also viel zu entdecken und zu bestaunen in dieser visuell äußerst ansprechenden Romanverfilmung. In der Rolle der Waisenheimleiterin gefällt eine überaus charismatische Eva Green, deren Fähigkeit die Zeit anzuhalten, für ein Leben in Dauerschleife sorgt – und so erlebt die Sippe murmeltiertagsmäßig immer wieder den 3. September 1943, bis eine Sekunde vor dem Einschlag einer Fliegerbombe in das Dach des Waisenhauses.

In den Extras erzählt Autor Ransom Riggs, dass seine Sammelleidenschaft und seine Liebe zu alten Fotos ihn zu dem Jugendroman inspiriert haben. Sein Buch ist mit diesen geheimnisvollen und faszinierenden Aufnahmen liebevoll ausgestattet – und Burton hat diese Figuren perfekt auf die Leinwand gebracht.

Ninas Filmwertung

Tim Burton findet zu alter Form zurück: fantasievolle und visuell äußerst ansprechende Jugendromanverfilmung.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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