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Die Kanonen von Navarone

© Sony Pictures Home Entertainment

Die Kanonen von Navarone (4K UHD)

The Guns of Navarone

USA 1961

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 161 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 16.11.2021

Griechenland 1943. Da deutsche Truppen mit zwei großkalibrigen Kanonen von der Insel Navarone aus die Meeresenge blockieren, sind 2000 britische Soldaten vom Nachschub abgeschnitten. Ein sechs Mann starkes alliiertes Elitekommando unter Führung von Major Franklin (Anthony Quayle) und Captain Mallory (Gregory Peck) soll die gut bewachte deutsche Stellung in die Luft sprengen…

Nach einer Romanvorlage des schottischen Bestseller-Autors Alistair MacLean drehte J. Lee Thompson diesen Oscar-gekrönten Kriegsfilm mit internationaler Starbesetzung, der seinerzeit ein Riesenhit war. Neben dem Oscar für die besten Spezialeffekte erhielt Die Kanonen von Navarone noch ein halbes Dutzend weiterer Nominierungen, u.a. auch Regisseur Thompson, der ein Jahr später den Klassiker Ein Köder für die Bestie (wieder mit Gregory Peck) drehte und dann im Spätherbst seiner Karriere leider nur Fließband-Ware mit Charles Bronson verzapfte. In Die Kanonen von Navarone war Thompson aber auf dem Zenith seines Schaffens und als heldenhaftes Kriegsabenteuer, das mit Szenen großer Dramatik und Spannung gespickt ist, funktioniert das Werk nach wie vor sehr gut. Wie auch in späteren Filmen des damals beliebten „Himmelfahrtskommando“-Genre lassen sich die deutschen Nazi-Soldaten nur allzu leicht überrumpeln (siehe auch Das dreckige Dutzend und Agenten sterben einsam) und zielen ähnlich erbärmlich wie die Stormtrooper in den Star Wars-Filmen, was das Vergnügen an diesem Klassiker aber nicht schmälert. Die Besetzung ist phänomenal, allen voran Gregory Peck (der eigentlich nach William Holden nur zweite Wahl war), David Niven und natürlich Anthony Quinn als Stavros.

Das Bild der 4k UHD übertrifft die Blu-ray von 2011 bei Weitem und zeigt den Klassiker trotz einiger kleinerer Unvollkommenheiten in wunderschöner Qualität. In Sachen Details und Schärfe ist besonders bei den Nahaufnahmen der Gesichter und bei den Schauplätzen eine deutliche Verbesserung festzustellen. In der Originalfassung hat Sony dem Titel einen neuen Dolby Atmos-Tack spendiert, der sich direkt in der Eingangssequenz eindrucksvoll meldet und die Explosionen der titelgebenden Kanonen mit einem tiefen und furchterregenden Knall einschlagen lässt. Für einen 60 Jahre alten Film übertrifft der famose Sound alle Erwartungen, aber wie gesagt, dies bezieht sich nur auf den O-Ton, nicht auf die dt. DTS-HD MA 5.1-Tonspur. Einziger Werrmutstropfen: Die Bonus-Sektion ist auf der 4K-Scheibe arg geschrumpft. Alle alten Features der Blu-ray fehlen und neu dabei ist nur ein kurzer Beitrag zum Vorspann.

 

4K UHD Extras:

    • Entwicklung des Vorspanns (3 min)
    • US Kinotrailer

 

Marcs Filmwertung

Berühmter Himmelfahrtskommando-Klassiker – dank 4K nun in bestechender Bild- und Tonqualität.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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