Die zwei Gesichter des Januars

© Studiocanal

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Die zwei Gesichter des Januars

The Two Faces of January

USA | GB | Frankreich 2014

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 96 Min.

Studio: Working Title

Vertrieb: Studiocanal

Filmzine-Review vom 12.10.2014

Dank zwielichtiger Bankgeschäfte kann sich Chester MacFarland (Viggo Mortensen) einen ausufernden Lebensstil und eine junge Frau (Kirsten Dunst) leisten. Bei einer Europareise bekommt er es in Griechenland allerdings mit einem geprellten Kunden bzw. dessen Privatdetektiv zu tun. Bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung verunglückt dieser tödlich und Chester und Colette müssen Hals über Kopf fliehen. Fremdenführer Rydal (Oscar Isaac) hilft ihnen dabei – doch kann man dem Mitwisser wirklich vertrauen…?

1964 erschien Patricia Highsmiths Roman Die zwei Gesichter des Januars. In seinem Spielfilmdebüt sieht Regisseur Hossein Amini davon ab, die Story in die Gegenwart zu verlegen, sondern belässt sie in den 60ern und schafft somit einen im besten Sinne des Wortes altmodischen Suspense-Thriller, der durch Eleganz und eine klassische Inszenierung besticht. Auch das sonnige Griechenland (zunächst Athen, später Kreta) gefällt als Kulisse. Die bei Highsmith äußerst beliebte Lug- und Trug-Thematik erinnert natürlich sofort an die Ripley-Serie, bei der auch eine zunächst verhaltene kriminelle Energie im weiteren Handlungsverlauf eskaliert. Bei der Besetzung bewies man ein gutes Gespür: die verworrene Dynamik des Trio Infernale, die von Eifersucht, Misstrauen und einem Ödipus-Komplex geprägt ist, meistern Mortensen, Dunst und Isaac mit Bravour.

Unter den Extras findet sich einiges an Füllmaterial, interessant sind hierbei wohl am ehesten die Interviews mit den drei Hauptakteuren sowie mit dem Regisseur und dem Produktionsdesigner. Die längste Laufzeit hat der Blick hinter die Kulissen, der jedoch unkommentiert ist.

 

Ninas Filmwertung

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb StudioCanal kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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