Fukushima

© Capelight

Fukushima

Fukushima 50

Japan 2020

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 122 Min.

Vertrieb: Capelight Pictures

Filmzine-Review vom 24.03.2020

11. März 2011: in der Region Fukushima im Nordosten Japans löst ein Erdbeben einen gewaltigen Tsunami aus. 14 Meter hohe Wellen zerstören Dörfer und Städte und auch das nahegelegene Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Da das Kühlsystem nicht mehr funktioniert, droht eine Kernschmelze in den Reaktoren. Die Belegschaft des Kontrollraums sowie die Crew in der Werkszentrale versuchen die drohende Katastrophe unter dem Einsatz ihres Lebens aufzuhalten…

Pünktlich zum zehnjährigen Jahrestag rekonstruiert Regisseur Setsurô Wakamatsu die Ereignisse im Kernkraftwerk von Fukushima, der weltweit größten Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl. Doch während die Ereignisse des russischen Supergaus aus dem Jahr 1986 vor Kurzem in dem HBO-Sechsteiler Chernobyl brillant und eindringlich aufgearbeitet worden sind, bleibt die filmische Auseinandersetzung der Fukushima-Katastrophe eine fade, wenig überzeugende Angelegenheit. Das Drehbuch, das chronologisch zwischen Reaktorgebäude, einer seismisch geschützten Kommandozentrale und Nebenschauplätzen wie dem Büro des japanischen Premierministers hin und her schaltet, schafft es nicht, den traumatischen Tag in ein fesselndes Drama zu verwandeln, und wagt es auch nicht, kritische Töne anzuschlagen. Stattdessen wirkt das Ganze trotz gestandener Akteure wie Ken Watanabe wie ein fast schon übertrieben schlecht gespielter, oberflächlicher Heldengesang auf die pflichtbewussten und selbstlosen Arbeiter. Bemerkenswert und im Ansatz aufwühlend sind allenfalls die Szenen, in denen der Premierminister per Hubschrauber nach Fukushima fliegt und die Wiederherstellungsmaßnahmen verzögert, sowie die Sequenz, in der Superintendent Yoshida die Anweisungen der Tokyo Electric Power Company (TEPCO) missachtet und Meerwasser verwendet, um die Reaktoren zu kühlen.

 

Blu-ray Extras:

    • Dt. Trailer
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Enttäuschende, wenig involvierende Aufarbeitung der Fukushima-Katastrophe.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Leserwertung

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