Batman Begins (Special Edition – 2 DVDs)

© Warner Home Video

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Batman Begins (Special Edition – 2 DVDs)

USA 2005

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 134 Min.

Studio: Warner Bros.

Vertrieb: Warner Home Video

Filmzine-Review vom 02.11.2005

Nachdem Bruce Wayne (Christian Bale) als Kind den Mord an seinen Eltern miterleben musste, hat er
auch Jahre später das Trauma noch nicht überwunden. In der tibetanischen Einöde wird er von einem
mysteriösen Ninja-Kult namens „Liga der Schatten“ rekrutiert und zum Einzelkämpfer gedrillt.
Schließlich kehrt er nach Gotham City zurück, um fortan als Batman der Unterwelt den Kampf
anzusagen…

Mit Batman Begins gelang Memento-Regisseur Christopher Nolan ein erstaunliches
Leinwand-Comeback des dunklen Rächers. Nur ungern erinnert man sich an die kindischen letzten
beiden Batman-Abenteuer, die Joel Schumacher trotz Staraufgebot souverän in den Sand
gesetzt hat. Batman Begins fängt, wie es der Titel schon verrät, praktisch nochmal ganz vorne in
der Batman-Saga an. Als Vorlage diente Nolan dabei Frank Millers Comic „Batman: Year One“, einer
im Vergleich zu den ursprünglichen DC Comics wesentlich düsteren und brutaleren Annäherung. Das
Drehbuch nimmt sich viel Zeit und beantwortet zunächst viele Fragen rund um den Ursprung des
Superhelden. Es dauert fast eine geschlagene Stunde, bis sich (der perfekt besetzte) Christian Bale
Maske und Cape überstreift. Zu seiner Gegnerschaft zählen diesmal u.a. Tom Wilkinson als Mafia-Boss
Falcone, Liam Neeson als ehemaliger Mentor Henri Ducard und Cillian Murphy, der als Scarecrow
einige fabelhafte Momente hat. Wie schon die Titelfigur wurde auch Gotham City einer Radikalkur
unterzogen: vorbei ist der Retro-Look eines Tim Burtons, in Batman Begins sieht es wesentlich
moderner aus, das gilt auch für das mächtige neue Batmobil, den Tumbler. Was dem Film leider fehlt,
sind außergewöhnliche Actionsequenzen: Die Fights sind in einem geradezu halsbrecherischen Tempo
geschnitten und oft an der Grenze des Zumutbaren. Hier könnte sich Batman noch den einen
oder anderen Trick von den Marvel-Kollegen (Spiderman, X-Men) abgucken.

Wie bei den meisten Blockbustern von Warner Brothers ist auch Batman Begins als gut
ausgestatteter Doppeldecker veröffentlicht worden. Bild und Ton sind nahezu perfekt und die Extras (ein
achtteiliges Making Of mit etlichen Interviews) sind größtenteils informativ, trotzdem fehlen insgesamt
ein wenig die überraschenden Momente. Ein Audiokommentar mit dem eloquenten Christopher Nolan
und/oder Christopher Bale wäre sicherlich ein Gewinn gewesen.

 

Marcs Filmwertung

Batman is back – Gelungenes Comeback der Fledermaus.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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