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Ich und Earl und das Mädchen

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Ich und Earl und das Mädchen

Me and Earl and the Dying Girl

USA 2015

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 100 Min.

Studio: Indian Paintbrush

Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment

Filmzine-Review vom 07.04.2016

Als Gregs Mutter von der Leukämie-Erkrankung seiner Mitschülerin Rachel (Olivia Cooke, Bates Motel) erfährt, nötigt sie ihren Sohn, sich um das Mädchen zu kümmern, obwohl die beiden seit dem Kindergarten kein Wort mehr gewechselt haben. So widerwillig Greg (Thomas Mann) an die Sache herangeht, so desinteressiert ist auch Rachel an seinen Mitleids-Pflichtbesuchen. Da sich aber gerade deshalb beide keine besondere Mühe geben, sondern einfach nur sie selbst sind, merken die Teenager schnell, wie gut ihnen die gemeinsamen Nachmittage zusammen mit Gregs Kumpel Earl (RJ Cyler) tun, aus denen sich schon bald eine wertvolle, aber fragile Freundschaft entwickelt…

Der deutsche Titel Ich und Earl und das Mädchen unterschlägt interessanterweise den Hinweis auf den Knackpunkt der Dreier-Freundschaft, den der Originaltitel Me and Earl and the dying girl bereits enthält. Erfreulicherweise verzichtet der Coming-of-Age-Film, der beim Sundance Film Festival 2015 sowohl den Großen Preis der Jury als auch den Publikumspreis einheimsen konnte, aber auf nervige Klischees und übermäßige Sentimentalitäten. Unterstützt durch Gregs Erzählstimme aus dem Off mit humorvoll-geekigem Unterton konzentriert sich die Geschichte auf die Entstehung einer Freundschaft, in der sich keiner verstellen muss und in der man auch mal schweigen oder schlecht gelaunt sein darf. Für die quirkige Note à la Wes Anderson sorgen die kleinen Filmchen, die Greg und Earl in ihrer Freizeit mit selbstgebastelten Requisiten in Anlehnung an große Klassiker drehen. Ihr Repertoire umfasst Titel wie „Raging Bullshit“, „Anatomy of a Burger“, „Sockwork Orange“ oder „Pooping Tom“.

Wer die Titel noch einmal genauer studieren möchte, kann dies in der Filmografie in der Bonussektion tun. Hier findet sich für Filmfans auch ein besonderer Leckerbissen: ein Gespräch zwischen dem Regisseur Alfonso Gomez-Rejon und Martin Scorsese, denn Gomez-Rejon stieg einst als Praktikant von Altmeister Scorsese ins Filmgeschäft ein. Für seinen zweiten Kinofilm steuert er ebenfalls einen Audiokommentar bei.

 

 

Ninas Filmwertung

Charmante Coming-of-Age-Dramödie mit einem natürlich-harmonierenden Jungdarsteller-Trio.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb 20th Century Fox Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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