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King Kong

© Studiocanal

King Kong (1976) (Remastered)

USA 1976

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 135 Min.

Vertrieb: Studiocanal

Filmzine-Review vom 04.12.2022

Unter der Leitung von Fred Wilson (Charles Grodin) schickt der amerikanische Öl-Gigant Petrox ein Schiff nach Mikronesien, um auf einer geheminisvollen Insel nach dem schwarzen Gold zu suchen. Mit an Bord sind auch der Zoologe Prescott (Jeff Bridges), der auf dem Eiland eine seltene Affenart untersuchen will, und die junge Dwan (Jessica Lange), die man unterwegs als Überlebende eines Schiffunglücks aufgabelt. Als man die Insel schließlich findet, werden die Besucher Zeuge einer Opferungszeremonie, die die Eingeborenen zu Ehren des gigantischen Riesenaffen King Kong abhalten. Dwan landet schließlich in der Gewalt des Affen. Während Prescott alles daran setzt, die junge Frau zu befreien, will Wilson King Kong unbedingt lebendig einfangen und in New York als Weltwunder vermarkten…

Diese King Kong-Verfilmung aus dem Jahr 1976 zählt neben Ernest B. Schoedsacks King Kong und die weiße Frau (1933) und der Version von Peter Jackson zu bekanntesten Werken über das legendäre Monster. Qualitativ muss sich der Film des Briten John Guillermin und Produzentenlegende Dino De Laurentiis aber deutlich hinter den beiden anderen Fassungen einreihen. Die Inszenierung arbeitet zwar mit großem Aufwand an Ausstattung und Tricktechnik, doch diese sind leider nicht besonders gut gealtert, trotz eines Special Achievement Award für die Spezialeffekte bei den Oscars. Entweder man sieht einen Mann im Affenkostüm (Maskenguru Rick Baker) oder aber nur immer die mechanische Pranke und andere nachgebaute Körperteile des prähistorischen Untiers. Ursprünglich sollte ein Riesenroboter aushelfen, doch dieser ist im fertigen Film nur für einige Sekunden zu sehen. Es ist auch nicht hilfreich, dass der Film King Kong erst nach einer Stunde mit viel Vorgeplänkel erscheinen lässt. Erstaunlicherweise sind einige Spezialeffekte der uralten Schwarz-Weiß-Fassung immer noch beeindruckender, wie z.B. die berühmte Szene in der Kong auf der Insel seine Verfolger von einem Baumstamm in eine Schlucht hinunterschüttelt. Nur das Finale – auf den Dächern des World Trade Centers anstelle des Empire State Buildings – kann einigermaßen überzeugen. Bei den menschlichen Darstellern geben zudem ein sehr junger Jeff Bridges und Debütantin Jessica Lange in der Fay Wray-Rolle eine gute Figur ab.

In Zusammenarbeit von Paramount und Studiocanal wurde das Bild für den neuen Release aufwändig gemastert und restauriert. Das Ergebnis ist recht beeindruckend, insbesondere bei der Detailschärfe und in Sachen Schwarzwert sah King Kong nie besser aus. Zudem wurde der englische Original-Ton (dts-HD Master Audio 5.1) bereinigt und aufgemöbelt. Die Scheibe hat außerdem etliche neue Extras, z.B. zwei Audiokommentare und diverse Interviews im Gepäck. Die 4K UHD-Fassung bietet zusätzlich noch einen Extended TV Cut.

 

Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Filmhistoriker Ray Morton
    • Audiokommentar mit Schauspieler und Maskenbildner Rick Baker
    • Geschnittene Szenen (17 min)
    • Interview mit Barry Nolan (7 min)
    • Interview mit Bill Kronick (6 min)
    • Interview mit Scott Thaler und Jeffrey Chernov (14 min)
    • Interview mit David McGiffert und Brian E. Frankish (12 min)
    • Interview mit Jack O’Halloran (6 min)
    • Interview mit Steve Varner (6 min)
    • Originaltrailer

 

Marcs Filmwertung

Ein wenig in die Jahre gekommenes King Kong-Remake mit mittelprächtiger Tricktechnik, aber aufwändig restauriertem Bild.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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