Miami Vice

© Universal Home Entertainment

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Miami Vice

USA 2006

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 127 Min.

Studio: Universal Pictures

Vertrieb: Universal Home Entertainment

Filmzine-Review vom 16.01.2007

Die beiden Detectives Sonny Crockett (Colin Farrell) und Ricardo Tubbs (Jamie Foxx)
arbeiten undercover und sollen einem mörderischen Drogen-Kartell auf die Schliche kommen. Als

Sonny mit Isabella (Gong Li), der Frau des mächtigen Gangsterbosses, eine Affäre anfängt, wird

die Lage für alle mehr als brenzlig…

Mit der TV-Serie Miami Vice schrieb Michael Mann in den Achtzigern Geschichte, gut

zwanzig Jahre später hat er sich mit Werken wie Heat längst als einer der herausragenden

Filmemacher der Gegenwart etabliert. Umso gespannter durfte man auf Manns Neuinterpretation

des alten Fernseh-Stoffs sein. Wer sich nun möglicherweise auf ein retrolastiges Wiedersehen mit

pastellfarbenen Anzügen, rosa Flamingos und einem Cameo von Ur-Sonny Don Johnson gefreut

hat, der wird sich bei Miami Vice anno 2006 gewaltig die Augen reiben. Außer den Namen

der beiden Hauptcharaktere und der Location (und den schnittigen Schnellbooten) hat die

Kinofassung mit dem TV-Klassiker rein gar nichts mehr gemeinsam. Miami Vice ist

(ebenso wie Manns letzer Film Collateral) ein durch und durch düsterer, urbaner

Nacht-Thriller mit einzigartigen Bildkompositionen und überragenden Spannungsmomenten (z.B.

die Konfrontation mit den Neo-Nazis im Trailerpark). Viel Platz für Emotionen oder gar

psychologische Hintergründe gesteht er seinem coolen Undercover-Duo nicht zu und die unnnötig

komplizierte Story erweist sich letztendlich als banal, aber im Vergleich zu vielen anderen

Hollywoodproduktionen sind das eher Luxusprobleme.

Die DVD von Universal enttäuscht: Statt satter Special Edition-Ausstattung werden gerade

mal 2 magere Features über die Dreharbeiten und ein komplett unnötiges Musikvideo offeriert. In

den USA gibt’s immerhin schon einen neu geschnittenen Director’s Cut mit Audiokommentar des

Maestros.

 

Marcs Filmwertung

Intensiv-düsterere, technisch brillante Neufassung der 80er Kultserie.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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