Ministry – Live Sphinctour
USA 2002
FSK: ab 16 Jahren
Länge: ca. 88 Min.
Vertrieb: Sanctuary Records
Filmzine-Review vom 15.04.2002
Das US-Duo Ministry um Frontmann Al Jourgensen (Gesang, Gitarre) und Paul Barker (Bass) gehört unumstritten zu den Vorreitern in Sachen Industrial Metal. Soundtechnisch liefert die Band einen recht einzigartigen brachialen Mix ab, dessen Bandbreite von schwer verdaubar bis hart und eingängig reicht. Verlässliche Komponenten sind dabei stets die typischen Ministry-Uptempo Beats und die eindringlich sägenden Gitarren. In letzter Zeit ist es allerdings ein wenig ruhig um Ministry geworden, einen interessanten Auftritt hatte die Band immerhin letztes Jahr in Spielbergs A.I.: Artificial Intelligence. In 2002 soll ein neuer Longplayer folgen, zunächst steht den Fans aber die Live-DVD der 96er Tour ins Haus. Nachdem Nine Inch Nails mit der genialen And All That Could Have Been-DVD vorgelegt haben, ziehen Ministry mit der Live Sphinctour nun nach. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die Scheibe bietet insgesamt 13 (an abwechselnden Locations) aufgenommene Tracks der verschiedenen Schaffensperioden, von Klanggewittern wie “ Psalm 69″ bis zu den Klassikern „So what“ oder „Just One Fix“. Höhepunkt ist aber der ohrenbetäubende 80er Hit „Stigmata“, der die Menge mühelos zum toben bringt und auch heute noch heftigst abrockt. Im Mittelpunkt der Auftritte steht souverän Zeremonienmeister Jourgensen, der mit seinem obligatorischen Cowboyhut und schweren Lederboots den hämmernden Takt angibt.
Sanctuary Records hat sich bei der Umsetzung der DVD große Mühe gegeben. Unter dem Strich braucht sich die Scheibe nicht vor kommerziellen Chart-Titeln zu verstecken, ganz im Gegenteil, man muss weder auf gute Bildqualität noch auf druckvollen Dolby Digital 5.1-Sound verzichten. Spielereien und Bonusmaterialien bleiben allerdings auf der Strecke, angesichts der guten technischen Qualität ist dies aber leicht zu verschmerzen.
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