© Bildmaterial Universal Pictures Home Entertainment

Nope

© Universal Pictures Home Entertainment

Nope

USA 2022

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 131 Min.

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 14.11.2022

Die Geschwister OJ (Daniel Kaluuya) und Emerald Haywood (Keke Palmer) erben eine kalifornische Pferderanch von ihrem verstorbenen Vater, der zu Lebzeiten eine echte Branchenlegende im Bereich Film und Fernsehen war. Eines Tages erblicken sie ein mysteriöses Objekt am Himmel über ihrem Anwesen. Zusammen mit dem Elektro-Experten Angel Torres (Brandon Perea) platzieren sie Kameras auf dem Grundstück und versuchen das geheimnisvolle Objekt auf Film festzuhalten. Dabei machen sie eine schreckliche Entdeckung über die wahre Natur des Phänomens…

Nach seinem klugen und witzigen Rassismus-Grusel in Get Out und dem (schwächeren) Nachfolger Wir gilt Jordan Peele als große künstlerische und kommerzielle Hoffnung des modernen Horrorfilms. In Nope wandelt er auf den Spuren von Steven Spielberg, denn dessen Klassikern Unheimliche Begegnung der ditten Art und auch Der Weiße Hai zollt der Film offenkundig in mehreren Szenen Tribut. Nach dem cleveren Trailer wusste man nicht unbedingt sofort, wo die Reise hingeht, und tatsächlich ist es am besten, Nope unvorbereitet und ohne Spoiler-Infos zu sehen. Peele widersteht erfreulicherweise der Versuchung neuerer Genrefilme, sich auf eine einzige Interpretation beschränken, und trotzdem ist sein Drehbuch mitunter leicht überfrachtet und nicht alles fügt sich stimmig zusammen. Als Beispiel sei an dieser Stelle die eigentlich brillante Sitcom-Blutbad-Sequenz mit dem amoklaufenden Affen im Vorspann erwähnt, die für den weiteren Verlauf und besonders für die beiden Hauptcharaktere eigentlich keine Tragweite hat. Gespielt wird das gegensätzliche Geschwister-Duo von Daniel Kaluuya und Keke Palmer, doch für den unterkühlten Oscar-Star Kaluuya gibt es hier erstaunlich wenig zu tun, stattdessen ist es seine Filmschwester, die mit unbändiger Energie einen starken Eindruck hinterlässt. Visuell sorgt Kameramann Hoyte van Hoytema für bedrohliche und fesselnde Bilder. Immer wieder wird die Perspektive meisterhaft manipuliert und eingeschränkt, indem gerade so viel aus dem Blickfeld zugelassen wird, dass man sich zusätzlich auf die eigene Vorstellungskraft verlassen muss.

DIe Blu-ray aus dem Hause Universal erreicht in den technischen Kategorien mühelos Referenzniveau. Getreu dem Motto „alles Gute kommt von oben“ überzeugt insbesondere der ausgefeilte, spektakuläre Atmos-Sound (Deutsch & Englisch) von Anfang bis zum Ende. Bei den Extras sticht das fast einstündige Making of mit O-Tönen vom Regisseur heraus.

 

Blu-ray Extras:

    • Schatten – Das Making-of von „Nope“ (56 min)
    • Nennen wir es Jean Jacket (14 min)
    • Der geheimnisvolle Mann von Muybridge (6 min)
    • Gag Reel (5 min)
    • 5 unveröffentlichte Szenen (10 min)

 

Marcs Filmwertung

Ehrgeiziger Mix aus Horror und Science-Fiction. Nicht auf Spielberg-Niveau, aber ein jederzeit origineller Blockbuster abseits von Marvel und ewiggleichen Sequels.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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