Spy Game – Der finale Countdown

© Universal Home Video

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Spy Game – Der finale Countdown

Spy Game

USA 2001

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 121 Min.

Studio: Universal Pictures

Vertrieb: Universal Home Video

Filmzine-Review vom 31.10.2002

USA 1991: Der alte CIA-Recke Nathan Muir (Robert Redford) steht kurz vor seiner Pensionierung. Als er erfährt, dass sein ehemaliger Ziehsohn Tom Bishop (Brad Pitt) wegen einer nicht offiziellen Rettungsaktion in China hingerichtet werden soll, muss Muir ein letztes Mal sein ganzes Können beweisen. Er hat genau 24 Stunden Zeit…

Tony Scotts Spy Game ist thematisch ein herrlich altmodischer Agenten-Thriller mit moderner aufgemotzter Clip-Ästhetik und den beiden generationsübergreifenden Megastars Robert Redford und Brad Pitt. Filmtechnisch gibt es bei Ex-Werbefilmer Scott (True Romance) wie so oft einiges an Augenfutter: rapide Zeitraffer, zappelige Kameraeinstellungen und perfekt ausgeleuchte Locations. Doch auch die grauen Zellen werden dank einer ausgefeilten Story zu genüge bedient. Besonders die permanenten Zeit- und Ortswechsel sorgen für Abwechslung und Tempoverschärfung. Die Schauplätze des Geschehens wandern u.a. von China über Vietnam nach Berlin und Beirut. In der Gegenwart beherrscht Redford, der in seiner langen Karriere ja schon auf den einen oder anderen Agenten-Klassiker (Die drei Tage des Condors) zurückblicken kann, in der Rolle des alternden Mentors klar das Geschehen. Er spielt den gewieften CIA-Agenten, der für seinen ehemaligen Schüler Kopf und Kragen riskiert, mit unnachahmlichem Witz und Charme. Dass er dabei seine etwas begriffsstutzigen Kollegen mit den typischen Agenten-Taschenspielertricks überrumpelt, gibt dem ganzen auch eine vergnügliche Note. Brad Pitt tut sich neben diesem Leinwandgiganten doch etwas schwer. Seine Figur bleibt in den Rückblenden ein wenig an der Oberfläche kleben. Wer aber auf gutgemachte Spionagethriller steht und zudem noch die Wartezeit auf den nächsten Bond überbrücken möchte, wird mit Spy Game gut bedient.
Der perfekt durchgestylte Look des Films kommt auf der technisch ausgereiften DVD fast besser zum Vorschein als im Kino. Schärfe und Detailgenauigkeit machen auch vor Redfords Falten nicht halt und erreichen nahezu Referenzklasse. Das akustische Geschehen kann sich aufgrund zahlreicher räumlicher Effekte und einer ausgezeichneten Dynamik ebenfalls hören lassen. Die Bonusmaterialien bieten ein gutes Rundumpaket an zusätzlichen Infos. Herauszuheben ist der Audiokommentar mit Tony Scott, der trotz einiger Pausen stets interessant bleibt.

 

Marcs Filmwertung

Verzwickte Agentenspannung mit 2 Topstars und hohem Unterhaltungswert.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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