Stuart Little (Widescreen Edition)

© Columbia Tristar Home Entertainment

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Stuart Little (Widescreen Edition)

USA 1999

FSK: PG (US-amerikanisches Rating-System)

Länge: ca. 85 Min.

Studio: Columbia Pictures | TriStar Pictures

Vertrieb: Columbia Tristar Home Entertainment

Filmzine-Review vom 09.06.2000

Die amerikanische Bilderbuch-Familie Little beschließt, einen Bruder für ihr einziges Kind George zu adoptieren.
Als die Eltern mit dem kleinen Stuart (einer menschlichen Maus; gesprochen von Michael J. Fox) vom
Waisenhaus wiederkehren, ergeben sich zunächst einige Schwierigkeiten. Nach einer kurzzeitigen Wende der
äußerst durchschaubaren Story endet der Film erwartungsgemäß in einem schwülstigen Happy End.
Stuart Little ist der digitalisierte Beweis, dass auch preisverdächtige Computer-Animationen und mit gekonnten
Animationseffekten kombinierte Tierdressuren (bei den Katzen) eine seidenpapier-dünne Story nicht vor dem
Untergang retten können. Unterstützt von den unglaublich rosakitschigen und flachen Charakteren der Familie
Little (Mutter: Geena Davis, Vater: Hugh Laurie, Sohn: Jonathan Lipnicki) gerät der Film bereits nach wenigen
Minuten auf Schlagseite und sinkt ohne Hoffnung auf Rettung seinem Ende entgegen.
Kinderfilm hin – modernes Märchen her: Stuart Little ist weder das eine noch das andere. Kaum zu glauben, dass
man soviel Geld und Energie in einen so fantasielosen, langweiligen und kinderunterschätzenden Film auf
Teletubbie-Niveau stecken kann. Gerade für aufgeweckte Kinder und ältere Freunde von Kinderfilmen eine
herbe Enttäuschung, läßt sich die Story doch auf den kurzen Satz: „Piep, piep, piep – wir hamm uns alle lieb“
reduzieren.


Noch ein kleiner Tip zum Schluss: falls wir Sie nicht davon überzeugen konnten (bzw. Sie ihren kleinen Liebling
nicht), den Film links liegen zu lassen – überlegen Sie sich schon einmal, warum in Stuart Little jeder mit Mäusen
sprechen kann, gleichzeitig aber niemand (außer den Mäusen) die genauso menschlichen und redsamen Katzen,
als etwas anderes als banale Haustiere wahrnimmt. Ihr Kind wird Sie sicherlich danach fragen, denn der Film
selbst hat darauf – wie auf so vieles andere – keine Antwort parat.

 

Mikes Filmwertung

Mike

Mike

Serien-Gucker und Doku-Reviewer. Mit einem Faible für deutsche Filme und britischen Humor.

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