The King’s Speech – Die Rede des Königs

© Senator Home Entertainment

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The King’s Speech – Die Rede des Königs

The King’s Speech

GB 2010

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 118 Min.

Studio: Weinstein Company

Vertrieb: Senator Home Entertainment

Filmzine-Review vom 08.10.2011

England in den 1920ern. George V. sitzt auf dem königlichen Thron. Sein Sohn Albert Frederick Arthur George (Colin Firth) soll einmal seine Nachfolge antreten, doch es gibt ein Problem. Bei öffentlichen Auftritten blamiert sich Albert regelmäßig, denn aufgrund seines extremen Stotterns vergeht keine Ansprache ohne Stammeln und lange Pausen. Seine Frau Lady Elizabeth Bowes-Lyon (Helena Bonham Carter) schleppt ihn zu dem Logopäden Lionel Logue (Geoffrey Rush), der für seine unkonventionellen Methoden, aber auch für seine hohe Erfolgsrate bekannt ist. Ob er den angehenden König heilen kann?

Man könnte fast den Eindruck bekommen, die Briten würden jedes Jahr einen ihrer Königshaus-Schinken ins Oscar-Rennen schicken, der dann etliche Kategorien für sich entscheidet. The King’s Speech gewann die Trophäe als bester Film, für das beste Drehbuch und für die beste Regie 2011 (Colin Firth wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet), ist aber glücklicherweise ein gänzlich untypischer Vertreter des Monarchen-Genres. Hier geht es nicht um Glanz und Gloria, sondern um ganz und gar menschliche und unprätentiöse Probleme. Das sieht auch Lionel Logue so, denn für ihn ist der Adelige ein Patient wie jeder andere, den er genauso duzt und dem er auch mal ganz private und unbequeme Fragen stellen muss, um die Ursache der Sprachstörung zu ergründen. Er wird zum ständigen Begleiter des Königs und zu seinem engsten Vertrauten, der ihm jahrelang vor und während jeder Rede zur Seite steht, und ihm mit vielen Tipps und Eselsbrücken Rückhalt, Sicherheit und Selbstvertrauen gibt. Schlüsselszene und Höhepunkt des Films ist die Radioansprache von 1936, in der George VI. Hitler den Krieg erklärt. Wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt wird, schreitet der nervöse König zum Mikrofon, die Anspannung aller Anwesenden ist förmlich greifbar. Wer einmal die Original-Ansprache gehört hat, wird verblüfft sein, wie sehr Colin Firth mit seiner Rolle verschmolzen ist und wie unglaublich nahe er der Realität kommt.

Diese und eine weitere Rede des echten King George VI sind in der Bonussektion zu finden. Ein sehr aufschlussreicher Audiokommentar des Regisseurs wird durch ein hochwertiges Making of und einen Beitrag über den echten Lionel Logue ergänzt.

 

Ninas Filmwertung

Feinfühliges Historiendrama über eine ungewöhnliche Männerfreundschaft.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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