The Singing Detective

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The Singing Detective

USA 2003

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 105 Min.

Studio: Icon Productions

Vertrieb: Highlight Video

Filmzine-Review vom 19.09.2005

Der erfolglose Schriftsteller Dan Dark (Robert Downey Jr.) ist durch eine hartnäckige und schmerzhafte Schuppenflechte am ganzen Körper ans Krankenhausbett gefesselt. Von Halluzinationen geplagt, kreiert er in Gedanken seinen nächsten Kriminalroman, in dem er selbst die Ermittlungen für den Mord an einer Prostituierten leitet. Realität und Fiktion verschwimmen immer mehr, außerdem lässt sich das Pflegepersonal von Zeit zu Zeit zu wilden Rock-a-Billy-Nummern hinreißen…

Wenn Robert Downey Jr. sein Privatleben mal ein bisschen besser im Griff hätte und nicht ständig Zwischenstopps im Knast einlegen würde, könnte er sicher in einer höheren Hollywood-Liga spielen. In The Singing Detective mimt er den zynisch-schizophrenen Autor genauso überzeugend wie den coolen Cop in seinen Fieberträumen. Das Remake einer Mini-Fernsehserie aus den 80ern kann mit einer interessanten Besetzung aufwarten; so werden die Nebenrollen u.a. von Mel Gibson, Adrien Brody, Robin Wright Penn und Katie Holmes übernommen. Das heillose Durcheinander von Gegenwart, Rückblenden, Fantasie und Musical-Nummern ist allerdings auf Dauer etwas anstrengend. Auch wenn Darks Wahnvorstellungen durchaus einen tieferen Sinn haben und er darin im Unterbewusstsein seine schwere Kindheit und seine Ängste und Probleme verarbeitet, werden sich viele schwer tun, mit dem sprunghaften Konzept warm zu werden. Wer jedoch für derartige Experimente offen ist, wird zumindest mit guten darstellerischen Leistungen belohnt.

Bild- und tontechnisch lässt sich der DVD nichts vorwerfen, ärgerlich ist allerdings das Fehlen jeglicher Untertitel, denn Extremnuschler Downey Jr. ist oft kaum zu verstehen. Auffallend schwach sind die deutschen Untertitel der Interviews mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur, der kurze Blick hinter die Kulissen bietet nur einen oberflächlichen Eindruck der Dreharbeiten.

 

Ninas Filmwertung

Eigenwillig skurrile Mischung aus Komödie, Musical, Detektivstory und Film Noir.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Highlight Video kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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