Zoolander (Special Collector’s Edition)

© Paramount Home Entertainment

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Zoolander (Special Collector’s Edition)

USA 2001

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 85 Min.

Studio: Paramount Pictures

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 30.07.2002

Nachdem Derek Zoolander (Ben Stiller) die „Model des Jahres“-Auszeichnung an seinen Konkurrenten Hansel (Owen Wilson) verloren hat, gerät er in eine tiefe Sinnkrise. Der durchtriebene Modezar Mugatu (Will Ferrell) bietet Zoolander die Chance für ein Comeback. Tatsächlich plant Mugatu jedoch ein Attentat auf den Premierminister von Malaysia, mit Zoolander als Täter!

Die Rolle des männlichen Supermodels Derek Zoolander spielte Ben Stiller erstmals 1996 anlässlich der Verleihung der VH1/Vogue-Fashion-Awards. In kurzen Interview-Clips lieferte Stiller alias sein Alter Ego Zoolander eine köstliche Parodie auf den Starkult der Supermodels und präsentierte sich als eitler und unterbelichteter Vertreter dieser Zunft. Und in der Tat, die Werbeankündigung „3% Körperfett, 1% Gehirnaktivität“ hält, was sie verspricht, Zoolander ist einerseits eine saukomische Verarschung, andererseits wirkt der Film permanent wie ein zu lang geratener Sketch einer Comedy-Show. Die alberne Story rund um das Attentat-Komplott auf das Staatsoberhaupt von Malaysia (wo der Film auf dem Index steht) ist hanebüchen, die Lacher findet man woanders. Die stärksten Momente hat die Komödie immer dann, wenn Stiller und sein Co-Star Owen Wilson zusammen auf der Leinwand zu sehen sind. Beide verfügen über die Gabe, stets todernst zu bleiben, während ihre Charaktere sich verstärkt der absoluten Lächerlichkeit preisgeben. Höhepunkt des Films ist eindeutig der „Walk-Off“ der zwei Kindsköpfe: Auf dem Laufsteg treten die beiden zu einer Art Model-Duell an, bei dem sie die jeweiligen Moves des anderen imitieren müssen. Auch die Sequenz, in der die zwei Trottel geheime Dateien buchstäblich „im“ Computer suchen, ist nicht ohne und bietet zudem eine gelungene 2001 – Odyssee im Weltraum-Parodie. Amüsant sind sicherlich ebenfalls die unzähligen Promi-Cameo-Auftritte, u.a. geben sich David Bowie, Donald Trump, Lenny Kravitz, Heidi Klum, Claudia Schiffer und Fred Durst die Ehre. Darüber hinaus verpflichtete Tausendsassa Stiller (Regie, Produktion, Hauptrolle, Story) gleich mehrere Mitglieder seines Familien-Clans: an seiner Seite spielen sein Vater Jerry Stiller (bekannt aus Seinfeld) und seine Ehefrau Christine Taylor.

Die Paramount Special Edition verfügt über einen hervorragenden Bildtransfer mit quietschbunten Farben und hoher Detailschärfe. Die 5.1-Tonspur ist effektiv abgemischt, übertreibt es bisweilen aber mit dem äußerst aggressiven Einsatz des Soundtracks, insgesamt hinterläßt der deutsche Track einen etwas „runderen“ Eindruck. Die Extras (identisch mit der US-Version) sind nett anzusehen, neben diversen gelöschten und verlängerten Szenen gibt es auch die durchweg witzigen Original VH1-Clips mit Derek Zoolander in Topform.

 

Marcs Filmwertung

Schrille und insgesamt amüsante Parodie auf die Model-Szene.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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