
© Splendid Film
Kraken – Erwachen der Tiefe
Norwegen 2026
FSK: ab 12 Jahren
Länge: ca. 94 Min.
Vertrieb: Splendid Film Gmbh
VÖ-Datum: 30.10.2026
Filmzine-Review vom 31.10.2026
Im malerischen Sognefjord häufen sich mysteriöse Vorfälle: Zunächst sterben massenhaft Wildlachse und andere Fische und dann tauchen auch noch die verstümmelten Überreste zweier Touristen am Ufer auf. Meeresforscherin Johanne (Sara Khorami) will den Ursachen auf den Grund gehen und sucht zunächst die örtliche Fischzucht auf, die von ihrem Ex-Freund Erik (Mikkel Bratt Silset) geleitet wird. Schnell findet sie heraus, dass eine neuartige, aggressive Schalltechnologie namens „Sonic Lice“ der Auslöser ist, die in der Zucht verwendet wird, um Schädlinge von den Fischen zu entfernen. Eigentlich eine gute Idee, aber die intensiven Schallwellen haben tief im Fjord ein uraltes Monster geweckt…
Pünktlich zu Halloween kommen Horrorfilm-Fans wieder vermehrt auf ihre Kosten. Gerade im beliebten Creature-Genre tut sich einiges: Von garstigem Spinnengetier (Crawlers) über gefrässige Hippos (Hungry) bis zu einem gigantischen Tiefseemonster in dem norwegischen Beitrag Kraken – Erwachen der Tiefe (nicht zu verwechseln mit dem 2025-er Kraken aus Russland – Vorsicht: gleicher Titel und ein fast identisches Cover!). Regisseur Pål Øie (The Tunnel) lässt zunächst Zeit verstreichen, bevor er den titelgebenden Kraken auf das Publikum loslässt, denn abgesehen von der Eingangssequenz, in der ein paar unbedarfte Jetski-Touristen von dem Tentakel-Monster in einem Strudel unter Wasser gezogen werden, sieht man den Kraken in der ersten Stunde nicht. Erst im Schlussdrittel sieht man dann mehr, auch wenn das Vieh meist im Verborgenen unter der Wasseroberfläche bleibt und man allenfalls hier und da mal die glitschigen Fangarme oder den Kopf sieht, aber nie die gesamte Kreatur. Diese zurückhaltende Präsentation soll wohl den Eindruck von Größe und Gefahr verstärken, doch so ganz geht dieses Konzept nicht auf. Da verbreiten die fiesen, überdimensionierten herumkrabbelnden Lachsläuse, optisch offenbar entfernte Verwandte der Alien-Facehugger, fast schon den größeren Schrecken. Immerhin sind die überwiegend praktischen Effekte durchgängig von guter Qualität, wenngleich ein wenig mehr Härte dem Film gut getan hätte.
Blu-ray Extras:
- Trailer zu 8 weiteren Titeln
- Wendecover
Marcs Filmwertung
Grundsolider, überwiegend gut getrickster Tierhorror-Vertreter aus Norwegen mit Öko-Anstrich.
- Kraken - 31. Oktober 2026
- Babylon Berlin - 22. Oktober 2026
- Hungry - 20. Oktober 2026
- The Death of Robin Hood - 16. Oktober 2026
Leserwertung
Original Trailer
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Cast & Crew
Schauspieler: Ingvild Holthe Bygdnes, Jenny Evensen, Jon Erik Myre, Mikkel Bratt Silset
Musik: Roy Westad
Produzent(en): Einar Loftesnes, John Einar Hagen


