Das Bourne Vermächtnis

© Universal Home Entertainment

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Das Bourne Vermächtnis

The Bourne Legacy

USA 2012

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 129 Min.

Studio: Universal Pictures

Vertrieb: Universal Home Entertainment

Filmzine-Review vom 01.02.2013

Nachdem die Geheimprojekte „Treadstone“ und „Black Briar“ in der Öffentlichkeit aufgeflogen sind, bekommen die Führungskräfte der CIA langsam kalte Füße. Ein weiteres Nebenprojekt mit dem Namen „Operation Outcome“ soll ebenfalls in Windeseile terminiert werden. Strippenzieher Eric Byer (Edward Norton), ein ehemaliger Air Force-General, verliert keine Zeit und lässt sämtliche Super-Agenten und andere Mitwisser umbringen. Einzig Agent Aaron Cross (Jeremy Renner) lässt sich nicht so leicht ausschalten. Cross kontaktiert die Ärztin und Wissenschaftlerin Dr. Marta Shearing (Rachel Weisz), die ihn während des Programms mit Medikamenten versorgt hat und nun ebenfalls auf der Abschussliste steht…

Ein Bourne-Abenteuer ohne Jason Bourne? Eigentlich undenkbar, hat man aber den kernigen Jeremy Renner als Ersatzfigur für Top-Agent Matt Damon akzeptiert, ist Das Bourne Vermächtnis als rasanter Action-Reißer durchaus goutierbar. Auf Damon muss man mit Ausnahme eines Fahndungsfotos verzichten, doch da die Handlung mehr oder weniger parallel zum Vorgänger läuft, gibt’s immerhin Cameos zahlreicher bekannter Bourne-Haudegen (Joan Allen, David Straithairn, Albert Finney). Der Film nimmt schnell Fahrt auf und setzt gleich zu Beginn einige Highlights, etwa wenn Cross in der Wildnis Alaskas erst gegen Wölfe kämpft und dann die Killer-Drohnen austricksen muss, die ihn in die Luft sprengen sollen. Auch die Sequenz, in der Cross im einsamen Waldhaus erstmalig auf Rachel Weisz trifft und sie in letzter Sekunde vor finsteren CIA-Bad Guys rettet, sorgt für Adrenalin-Schübe. Beim unvermeidlichen Parkour-Finale auf und über den Straßen und Dächern von Manila will Das Bourne Vermächtnis dann mit aller Macht die Vorgänger toppen, dies gelingt trotz halsbrecherischem Einsatz des Stunt-Teams aber nur bedingt. Insgesamt fehlt das besondere Flair der ersten drei Filme, was daran liegen könnte, dass Regisseur Tony Gilroy (bisher verantwortlich für die Drehbücher) als Filmemacher nicht ganz in derselben Elite-Klasse anzusiedeln ist wie etwa Paul Greengrass (Teile 2 und 3). Ob und wie es mit dem Franchise weitergeht, bleibt aufgrund mittelprächtiger Einspielergebnisse abzuwarten.

Die DVD erscheint im Gegensatz zu den anderen Bourne-Titeln ganz ohne Bonusmaterial. Sogar der obligatorische Audiokommentar fehlt. Wer hier nicht in die Röhre gucken will, muss zur Blu-ray greifen.

 

Marcs Filmwertung

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Universal Pictures Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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