Der Buchladen der Florence Green

© capelight pictures

Der Buchladen der Florence Green

The Bookshop

GB 2017

FSK: ab 0 Jahren

Länge: ca. 113 Min.

Vertrieb: capelight pictures

Filmzine-Review vom 19.09.2018

England, Ende der 50er Jahre. Im kleinen Küstenstädtchen Hardborough möchte die neu zugezogene Florence Green (Emily Mortimer) einen Buchladen eröffnen. Nun hat sie dafür aber ausgerechnet das leerstehende Haus gekauft, in dem die reiche Violet Gamart (Patricia Clarkson) ein Kulturzentrum einrichten wollte, und bekommt daher reichlich Gegenwind. Kann sie allen Widrigkeiten trotzen und sich mit ihrem Lebenstraum über Wasser halten?

Mal ehrlich, was denkt man bei so einer Inhaltsangabe? Laaaangweilig! Und liegt man damit richtig? Nö! Der Buchladen der Florence Green ist ein wundervoller britischer Wohlfühlfilm über Einsamkeit, Träume und Freundschaften. Wer hätte gedacht, dass Bill Nighy sexy sein kann? Als zurückgezogener Eigenbrödler ist er einer der wenigen Unterstützer der jungen Frau, lässt sich von ihr Buchpakete zusammenstellen und vertraut auf ihren Rat und Geschmack, entdeckt durch sie neue Autoren wie Ray Bradbury („Fahrenheit 451“) und ermutigt sie, das neue Skandalbuch „Lolita“ bei sich im Laden zu verkaufen. Die beiden entwickeln eine ganz besondere Beziehung zueinander, wie es sie nur selten auf der Leinwand gibt. Und jeder Leseratte geht das Herz auf, wenn man sieht, wie Florence ihren Buchladen mit ausgesuchten Werken bestückt, den Duft frisch gedruckter Bücher inhaliert und wie glücklich ihr kleines Reich sie macht. Das leise, melancholische Drama der spanischen Regisseurin Isabel Coixet, das bei etlichen spanischen Filmpreisen beachtliche Erfolge erzielte, hinterlässt ein warmes Bauchgefühl und ein zufriedenes Lächeln und ist somit die perfekte Einstimmung auf den Kinoherbst.

 

Blu-ray Extras:

    • Making of (27 min)
    • Musikvideo „Feeling Lonely“
    • Original- und dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Dieses leise, melancholische Drama hinterlässt ein warmes Bauchgefühl und ein zufriedenes Lächeln.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Leserwertung

Eure Leserwertung:
[Gesamt:3    Durchschnitt: 3.7/5]

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