Der weiße Hai (Limited Steelbook Edition)

© Universal Home Entertainment

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Der weiße Hai (Limited Steelbook Edition)

Jaws

USA 1975

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 124 Min.

Studio: Universal Pictures

Vertrieb: Universal Home Entertainment

Filmzine-Review vom 15.09.2012

Kurz vor der Eröffnung der Sommer-Saison vermeldet das kleine Ferien-Städtchen Amity einen Todesfall. Offenbar wurde eine junge Frau beim nächtlichen Schwimmen Opfer einer Hai-Attacke. Als am 4. Juli die Touristen in Massen anstürmen, stirbt ein weiterer Junge. Der wasserscheue Polizeichef Brody (Roy Scheider), der junge Meeresbiologe Hooper (Richard Dreyfuss) und der erfahrene Seebär Quint (Robert Shaw) machen sich auf den Weg, um das Monstrum zu erlegen…

Im erstaunlichen Alter von gerade mal 27 Jahren gelang Steven Spielberg mit Der weiße Hai Mitte der 70er ein Meisterwerk, das die Filmlandschaft nachhaltig für immer verändern sollte. Mit Jaws läutete Spielberg (noch vor Star Wars!) das Blockbuster-Zeitalter ein. Erstmals wurde ein Film mit unzähligen Begleitartikeln – von T-Shirts, Spielzeug, Soundtrack, Postern bis zur Eissorte „Jawberry“ – gezielt vermarktet. Der Hype war schließlich so gigantisch, dass der Film zum popkulturellen Phänomen wurde, über das ganz Amerika sprach. Der immense Erfolg sorgte bei den Major Studios für neues Selbstvertrauen und ein Umdenken: Ab sofort wurden Filmstoffe für ein möglichst großes Massenpublikum anvisiert. Die Zeit des unkonventionellen und leicht anarchischen „New Hollywood“ war damit beendet. Die Qualitäten von Jaws stehen auch fast 40 Jahre nach Kinostart außer Frage. Der Schrecken wird langsam etabliert (den Hai sieht man erst in der zweiten Hälfte) und steigert sich zu einer geradezu überdimensionalen Bedrohung. Unübertroffen ist der Einstieg, bei dem das erste Opfer nach einem aussichtslosen und panischen Kampf gegen das unsichtbare Ungetüm im dunklen Wasser (begleitet von den unheilvollen Akkorden von John Williams) in die Tiefe gezogen wird. Ohne Zweifel eine der besten Horror-Szenen der Filmgeschichte. Die eigentliche Jagd des Männertrios auf das Monster ist nicht minder aufregend, auch da der nun sichtbar gewordene Hai tricktechnisch ganz ohne Computer-Schickschnack immer wieder perfekt in Szene gesetzt wird.

Wer mehr über „Bruce“ erfahren möchte, so wurde der neun Meter lange Plastik-Hai von der Filmcrew getauft, sollte unbedingt einen Blick in die beiden wunderbaren Dokumentationen der Blu-ray werfen. Überhaupt ist die Umsetzung des Klassikers anlässlich des hundertsten Geburtstages von Universal eine runde Sache. Das aufwändig restaurierte und gestochen scharfe Bild mit vielen Details und perfekt ausgewogenen Kontrasten macht richtig Spaß. Für Puristen enthält die Blu-ray neben der Neusynchronisation aus dem Jahr 2004 natürlich auch die ursprüngliche deutsche Kinofassung.

 

Marcs Filmwertung

You’re gonna need a bigger boat: Spielbergs Hai-Reißer in perfekter Blu-ray-Umsetzung.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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