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Der Wolf und der Löwe

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Der Wolf und der Löwe

Le loup et le lion

Kanada 2021

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 100 Min.

Vertrieb: Studiocanal

Filmzine-Review vom 17.06.2022

Nach dem Tod ihres Großvaters erbt die 20-jährige Alma die kleine Privatinsel mit dem Haus ihres Opas in der kanadischen Wildnis. Durch eine Verkettung diverser Umstände rettet sie nicht nur einen von der Mutter verlassenen Wolfswelpen, sondern ihr fällt auch ein Löwenjunges in die Hände, das eigentlich an einen Zirkus verkauft werden sollte. Kurzerhand funktioniert sie ihre neue Bleibe zur Aufzuchtstation um und die beiden ungleichen Raubtiere werden dicke Freunde. Doch wie lange kann sie die Anwesenheit eines afrikanischen Löwen geheimhalten? Gibt es für die drei eine Zukunft?

Wie aus den sozialen Medien hinlänglich bekannt, entstehen in Gefangenschaft die aberwitzigsten Tierfreundschaften: Affe und Katze, Nilpferd und Schildkröte, Eule und Hund. In dem Familienfilm Der Wolf und der Löwe wachsen nun also zwei unterschiedliche Raubtierarten miteinander auf. Wie schon in seinem Vorgängerfilm Mia und der weiße Löwe dreht Regisseur Gilles de Maistre mit echten Tieren und verzichtet gänzlich auf den Einsatz von CGI-Effekten. Das Ergebnis ist beeindruckend und bezaubernd. An den Szenen mit Dreamer und Mozart, wie die beiden Schlingel getauft werden, kann man sich einfach nicht sattsehen. Über zwei Jahre lang wurde das Pfoten-Abenteuer gedreht und aus den tolpatschigen Jungtieren werden schließlich halbstarke Raubtiere, deren Raufereien einem mit zunehmender Größe doch mitunter unheimlich werden. Die menschlichen Protagonisten werden – dem jungen Zielpublikum angemessen – auf ein- bis maximal zweidimensionale Figuren heruntergebrochen, potenziell verstörende Szenen (ein Flugzeugabsturz oder das Auspeitschen des Löwen) werden nicht gezeigt. Der Tierschutzaspekt und die Message, dass Wildtiere in Freiheit leben sollten und der Mensch wenn überhaupt nur schützend eingreifen darf, werden plakativ vermittelt (wenngleich Dreamer und Mozart nun ja alles andere als wild sind). Erwachsene müssen ein paar Augen zudrücken, um über die auffällig schwachen Dialoge und einige Logiklöcher hinwegzusehen.

 

Blu-ray Extras:

    • Hinter den Kulissen (5 min)
    • Dt. Kinotrailer zum Film
    • Trailer zu 2 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Kindgerechter Familien-Abenteuerfilm mit eindrucksvollen Tieraufnahmen, die zumindest teilweise über das rechts schwache Skript hinweghelfen.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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