Die Frauen von Stepford

© Paramount Home Entertainment

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Die Frauen von Stepford

The Stepford Wives

USA 1975

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 110 Min.

Studio: Palomar Pictures

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 18.01.2005

Um der Hektik New Yorks zu entgehen, entschließen sich Joanne (Katherine Ross) und ihr Mann Walter, samt ihrer beiden Kinder ins beschauliche Stepford zu ziehen. Während
Walter direkt Anschluss beim örtlichen Männerverein findet, hat Joanne in der scheinbar perfekten Kleinstadt Integrationsprobleme…

Die Vorlage zu Die Frauen von Stepford stammt wie schon Rosemaries Baby von Ira Levin, ohne aber dessen beklemmende, paranoide Intensität zu erreichen. Seinerzeit wurde der Film aufgrund angeblicher frauenfeindlicher Tendenzen von Feministinnen schwer unter Beschuss genommen. Da die Männer, die allesamt ihre Ehefrauen in sklavenhafte Roboter verwandeln wollen, ausnahmslos als groteske Machos der übelsten Sorte überzeichnet werden, ist dieser Vorwurf ziemlich weit hergeholt und letztendlich haltlos. Der Plot kann zwar nicht direkt als Gesellschaftskritik bezeichnet werden, die Stärken liegen dafür aber in den zum Teil cleveren Dialogen und der zunehmenden Steigerung der Spannung. Der Showdown im gothisch anmutenden Geisterhaus mit viel Blitz und Donner, der in den 70ern den einen oder anderen gegruselt haben dürfte, wirkt heute allerdings etwas bieder und klischeebehaftet. Obwohl Die Frauen von Stepford lange nicht so erfolgreich und berühmt wurde wie der bereits erwähnte Rosemaries Baby kann man dem Film einen gewissen popkulturellen Einfluss nicht absprechen: So erschien nach einer TV-Fortsetzung und einer Videopremiere letztes Jahr das als Komödie angelegte Remake mit Nicole Kidman.

„Glänzend wie ein Küchenboden in Stepford“ (Covertext) ist der Transfer zwar nicht, aber nach grobkörnigem Auftakt stabilisiert sich das Bild doch deutlich. Die Bonusmaterialien sind auf den ersten Blick ziemlich lau, aber das 17-minütige retrospektive Feature hat es in sich. Besonders die bösen Spitzfindigkeiten von Regisseur Bryan Forbes in Richtung Drehbuchschreiber-Legende William Goldberg sind höchst amüsant.

 

Marcs Filmwertung

Leicht angestaubter, insgesamt passabler Paranoia-Thriller aus den 70ern.

Marc

Marc

Viel-Gucker und Viel-Reviewer. Mag's gern spannend und auch gerne mal blutig. Zur Abwechslung darf es aber auch mal ein Klassiker sein, Hauptsache gutes Kino.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Paramount Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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