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Djatlow-Pass – Tod im Schnee

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Djatlow-Pass – Tod im Schnee

Dead Mountain

Pereval Dyatlova

Russland 2020

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 394 Min.

Vertrieb: LEONINE

VÖ: 12.11.2021

Filmzine-Review vom 19.11.2021

Im Februar 1959 verunglückt eine Gruppe von neun Studenten tödlich bei einer Skiwanderung im nördlichen Ural. Oleg Kostin, KGB-Major und Weltkriegsveteran, soll die mysteriösen Umstände aufklären, die zum Tod der sieben jungen Männer und zwei Frauen führten. Die teils entblößten und verstümmelten Leichen geben dem Ermittler Rätsel auf. Bei der Aufklärung soll ihn die Gerichtsmedizinerin Katja Schemanova unterstützen, zu der er eine besondere Verbindung hat…

Das Unglück am Djatlow-Pass gehört zu den großen ungeklärten Kriminalfällen des Kalten Krieges. Bis heute lautet die offizielle Version Tod durch Erfrieren, obwohl die Leichen zum Teil verstümmelt waren (herausgetrennte Zungen, fehlende Augäpfel) und an einigen Kleidungsstücken radioaktive Spuren gefunden wurden. Ein Foto aus der Kamera eines Verunglückten, das mysteriöse Leuchtobjekte am Himmel zeigt, die später auch von einem Suchtrupp gesichtet wurden, gibt ebenso Anlass zu Spekulationen wie das verschlossene Volk der Mansen, für die der Berg Cholat Sjachl, den die Studenten als Ziel auserkoren hatten, der Sitz eines bösen Geistes und mit einem Fluch belegt ist. Genug Stoff also für Verschwörungstheorien von UFOs bis zu geheimen Atomwaffentests. Auf diesem wahren Hintergrund baut die fiktive Geschichte des KGB-Agenten Oleg Kostin auf. Die russische Produktion Djatlow-Pass – Tod im Schnee wechselt in jeder Folge die Perspektive und zeigt abwechselnd die fatale Reise der Studenten in Schwarzweiß und die gegenwärtigen Ermittlungen, die wiederum Rückblenden in den Zweiten Weltkrieg enthalten. Zudem wird in den Gegenwarts-Episoden, die das goldene Zeitalter der Sowjetunion in opulenten Bildern übermäßig glorifizieren, ein ganz eigener Spannungsbogen zwischen den zwei Hauptfiguren aufgebaut. Über den nüchternen Schwarzweiß-Folgen hingegen hängt von Anfang an ein dunkler Schatten, wenn wir dabei zusehen, wie die Studenten in ihr Verderben laufen. Besonders die letzte Folge erreicht in dieser Hinsicht eine beklemmende Intensität.

Die Folgen werden im russischen Original sowie in einer ordentlichen deutschen Synchro angeboten. Weiteres Hintergrundmaterial enthalten die Discs leider nicht.

 

Folgen:

  • 01. Kostin / 02. Judin / 03. Zolotarjow / 04. Ljuda / 05. Katja / 06. Kostja / 07. Witja / 08. Igor

DVD Extras:

    • Trailer zu 4 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Solide produzierte TV-Serie aus Russland über ein spannendes Stück Sowjet-Kriminalgeschichte mit einem Hauch Akte X.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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