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Der Name der Rose

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Der Name der Rose (TV Serie)

The Name of the Rose

Italien / Deutschland 2019

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 416 Min.

Vertrieb: Concorde Home Entertainment

Filmzine-Review vom 16.06.2019

Italien 1327: Der englische Franziskanermönch William von Baskerville (John Turturro), der von dem jungen Novizen Adson von Melk (Damian Hardung) begleitet wird, soll in einer abgelegenen Benediktiner-Abtei am Rande der Alpen zwischen dem Papst und dem deutschen Kaiser in Fragen der Ketzerei vermitteln. Bereits kurz nach der Ankunft wird er Zeuge einer geheimnisvollen Mordserie im Kloster. Baskerville geht auf Spurensuche, muss sich aber bei den Ermittlungen vor dem Inquisitor Bernardo Gui (Rupert Everett) in Acht nehmen, der mit seinem Gefolge ebenfalls eingetroffen ist…

Umberto Ecos komplexer Bildungswälzer über eine mysteriöse Mordserie in einer mittelalterlichen Benediktiner-Abtei wurde dank Hit-Produzent Bernd Eichinger einer der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der 1980er Jahre und bescherte Ex-Bond Sean Connery in der Titelrolle ein beachtliches Comeback im Spätherbst seiner Karriere. Jetzt haben die italienische RAI und Tele München den Roman als achtteilige Serie mit einem ansehnlichen Budget von 26 Millionen Euro neu verfilmt. Treibende Kraft bei der Neuauflage war John Turturro, der nicht nur Connerys Nachfolger ist, sondern auch am Drehbuch mitgeschrieben hat und als Produzent auftritt. Turturros Enthusiasmus für das Großprojekt ist in jeder Folge evident und seine Performance als Sherlock Holmes in Mönchskutte mit einem Faible für Bücher ist ein echtes Highlight. Wobei man generell feststellen muss, dass die international erprobte Besetzung (Sebastian Koch, Rupert Everett, Michael Emerson, James Cosmo) auch ohne die ganz großen Namen sorgfältig ausgewählt wurde und als Ensemble einen erstklassigen Eindruck hinterlässt. Die bizarre Mordserie steht nach wie vor im Zentrum des Geschehens, die Handlung wird nun aber mit zusätzlichen Schauplätzen, Rückblenden und einigen historischen und religiösen Komponenten angereichert. Der enormen Tragweite der literarischen Vorlage kommt die Serie somit schon etwas näher als der Kloster-Krimi von 1986, auch wenn einige frei erfundene neue Figuren, wie etwa die bogenschießende Rächerin (Greta Scarano), die noch eine Rechnung mit dem Inquisitor offen hat, nicht durchweg überzeugen.

Der Name der Rose erscheint in der Erstauflage in limitierter Sonderedition in einer aufwändig gestalteten Klappdeckel-Box mit integriertem Digipack. Besonders gelungen sind die Extras mit einer riesengroßen Interview-Sektion, die alle Beteiligten vor und hinter der Kamera zu Wort kommen lässt.

 

Blu-ray Extras:

    • Interviews mit Cast & Crew (91 min)
    • B-Roll (33 min)
    • Featurette (6 min)
    • Dt. Trailer
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln

 

Marcs Filmwertung

Die intelligent erzählte Serienverfilmung des Umberto Eco-Weltbestsellers überzeugt mit starker Besetzung und düster-dreckiger Mittelalter-Atmosphäre.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Leserwertung

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[Gesamt:5    Durchschnitt: 3.8/5]

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