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Fear of Rain

© 2021 LEONINE Studios

Fear of Rain – Die Angst in dir

Fear of Rain

USA 2021

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 108 Min.

Vertrieb: LEONINE

Filmzine-Review vom 03.04.2021

Die 17-jährige Rain (Madison Iseman) hat eine seltene und besonders schwere Form von Schizophrenie. Sie hat nicht nur Halluzinationen, sondern hört auch Stimmen, wenn sie ihre Medikamente nicht nimmt. An ihrer Schule ist sie längst zur Außenseiterin geworden, selbst ihre beste Freundin hat sich von ihr abgewendet. Nur mit ihrem neuen Mitschüler Caleb (Israel Broussard) kann sie sich normal unterhalten. Allmählich fasst sie Vertrauen zu ihm, wenngleich sie immer wieder Zweifel überkommen, ob er überhaupt real ist. Doch er ist der einzige, der ihr glaubt, dass die im Nachbarhaus wohnende Lehrerin ein kleines Mädchen entführt hat, das Rain eines Nachts am Dachbodenfenster gesehen haben will…

Fear of Rain ist ein grundsolider Psychothriller, der im späteren Verlauf mit einem Twist (den man allerdings schon meilenweit vorausahnt) versucht, aus dem formelhaften Grundkonstrukt auszubrechen. Weniger erfahrene Zuschauer kann man damit vielleicht noch hinter dem Ofen hervorlocken, aber nötig gewesen wäre dieser vermeintliche Knalleffekt eigentlich nicht. Hauptdarstellerin Madison Iseman überzeugt von Anfang an und bietet enormes Identifikationspotenzial, das ihr Dilemma nachvollziehbar macht. Entweder sie nimmt die Tabletten, die ihr Wesen und ihre Identität betäuben und untergraben, so dass sie sich nicht mehr wie sie selbst fühlt – oder sie verzichtet auf die Medikation und kann zu keiner Minute ihrer eigenen Wahrnehmung trauen. Auch die Chemie zwischen ihr und dem leicht geekig agierenden Israel Broussard ist absolut stimmig und hinterlässt einen natürlich-authentischen Gesamteindruck. Spannung kommt dann im Schlussakt auf, als Rain in das Haus der Lehrerin einsteigt und selbst der Zuschauer nicht mehr weiß, was real ist und was nicht.

 

Blu-ray Extras:

    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 5 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Solide Mystery-Thriller-Kost mit einem spannenden Schlussakt und einem eher unnötigen Plottwist.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Leserwertung

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[Gesamt: 6   Durchschnitt:  3/5]

Trailer

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