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Frau Müller muss weg!

Frau Müller muss weg! | © Constantin Film

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Frau Müller muss weg!

Deutschland 2015

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 87 Min.

Studio: Constantin Film | Little Shark Entertainment

Vertrieb: Constantin Film | Highlight

Filmzine-Review vom 31.07.2015

Eine Grundschule in Deutschland. Die Elternvertreter haben Klassenlehrerin Frau Müller zu einem Treffen gebeten. Ihr Ziel: Die ihrer Meinung nach unqualifizierte Lehrerin soll dazu bewogen werden, die Klasse abzugeben.

Dass überall dort, wo Eltern und Lehrer aufeinandertreffen, Konflikte vorprogrammiert sind, ist ein gerne bemühtes Stereotyp. Dabei haben es alle schwer – und alle Recht. Während die Lehrer es mit immer heterogeneren Gruppen tendenziell immer eigenwilligerer Kinder aufnehmen müssen, halten die Eltern ihre eigenen Kinder in der Regel durch die Bank für Quasi-Heilige. An eventuellen Schulproblemen sind immer die Lehrer schuld – oder natürlich die schlecht erzogenen Mitschüler. Das zumindest könnte man meinen, wenn man sich Berichte von Elternabenden oder Schulkonferenzen zu Gemüte führt – oder Sönke Wortmanns aktuellstes Kinowerk Frau Müller muss weg!.

Dass man das allgegenwärtige Thema komödiantisch erfolgreich verarbeiten kann, hat Lutz Hübner bereits auf der Theaterbühne bewiesen. Nun hat sich einer der erfolgreichsten deutschen Regisseure das Theaterstück filmisch vorgeknöpft. Für den Fall, dass sein gewichtiger Name nicht ausreicht, hat er sich noch einen weiteren gesichert: Für viele wird wohl Anke Engelke der Grund sein, sich auf den Weg ins Kino zu machen. Und tatsächlich verpasst sie dem Film gute komödiantische Basis mit einem spitzzüngigen Hauch von Sarkasmus. Alle anderen Darsteller sind einfach zu sehr in ihrer Klischeerolle verhaftet, um wirklich überzeugend rüberzukommen – mit Ausnahme von Gabriela Maria Schmiede, die als elterngeplagte Klassenlehrerin eine bemerkenswerte Leistung abliefert.

Man mag sich nicht vorstellen, wie der Film ohne Anke Engelke wäre, denn wirklich gelungen ist Frau Müller muss weg! trotz alledem nicht. Dafür sind die Situationen einfach zu albern, die Charaktere zu klischeebehaftet und die Story zu dünn und zu beliebig. Jedes letzte Stereotyp wird auf den Tisch gebracht: Bildungsbürgertum gegen Arbeiterschicht, Karrierefrauen gegen Vollzeitmamas, Ossis gegen Wessis usw. usw. Wenn man sich bewusst macht, dass das gesamte Setting ohne das zugrundeliegende „Elternabend“-Stereotyp gar nicht möglich wäre (wobei es trotz des Untertitels „Eine Komödie über einen Elternabend“ im Film ja noch nicht einmal um einen Elternabend geht), ist das allerdings nicht wirklich verwunderlich…

 

Katjas Filmwertung

Klischeebehaftete und letzlich alberne Komödie über gern bemühte Eltern-Lehrer-Konflikte. Dank Anke Engelke trotzdem ganz nett.

Katja

Katja

Originalton-Verfechterin, Fantasy- und Serien-Fan. Schaut gerne spanische und französische Filme, um den Kopf ein-, sowie auch mal Bollywood und gute RomComs, um ihn auszuschalten.

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[Gesamt: 3   Durchschnitt:  3.3/5]

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Constantin Film kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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