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Freddy/Eddy

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Freddy/Eddy

D 2016

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 94 Min.

Vertrieb: Eurovideo

Filmzine-Review vom 02.10.2018

Freddy (Felix Schäfer) ist ein attraktiver, erfolgreicher Künstler. Als er wie aus dem Nichts in den Verdacht gerät, seine Ex-Frau verprügelt zu haben, kann er sich an den Vorfall nicht erinnern. Weitere mysteriöse Ereignisse, für die er verantwortlich sein soll, werfen auf einmal einen Schatten auf sein Leben. Fast scheint es so, als hätte er einen abgrundtief bösen Zwillingsbruder, der ihm das Leben zur Hölle machen will. Auf dem Spiel stehen seine Karriere, das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn und die sich anbahnende Beziehung zur seiner neuen Nachbarin (Jessica Schwarz)…

Die Idee des (imaginären?) bösen Doppelgängers ist im Thrillergenre ein beliebter Kniff: Brian de Palmas Frühwerk Sisters, Cronenbergs Die Untertrennlichen, Finchers Fight Club und zuletzt Split, der dieses Konzept mit gleich multiplen Doppelgänger-Versionen auf die Spitze trieb, sind nur einige Beispiele. In diesen illustren Kreis reiht sich unter dem leicht unvorteilhaften Titel Freddy/Eddy eine kleine Genreperle aus deutschem Lande ein. Der bis in die Nebenrollen exzellent besetzte Thriller (fast ein Who is Who: Jessica Schwarz, Burghart Klaussner, Katharina Schüttler, Robert Stadlober) überzeugt trotz kleinen Budgets mit einer wendungsreichen Story und straffen Inszenierung (Regie: Tini Tüllmann) vor malerischer Kulisse (gedreht wurde am Tegernsee). Die Bilder sehen hier und da nach TV aus, dafür sind die anspruchsvollen Doppelgänger-Szenen technisch beeindruckend und der Spannungsbogen bis zum Finale Furioso auf hohem Nivaeu. Im Kino fand der Film – warum auch immer – keinen Verleih. Bleibt zu hoffen, dass sich die Qualität schnell herumspricht und Freddy/Eddy auf dem Heimkinomarkt und den Streaming-Portalen zum Erfolg wird.

 

Blu-ray Extras:

    • 12 entfallene Szenen (12 min)
    • Trailer zum Film
    • Trailer zu 3 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Es muss nicht immer Hollywood sein: frisch inszenierte, sehr spannende Variante des Doppelgänger-Themas, die jeden Tatort alt aussehen lässt.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Leserwertung

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[Gesamt:5    Durchschnitt: 4/5]

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