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Girl on the Train

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Girl on the Train

The Girl on the Train

USA 2016

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 112 Min.

Studio: DreamWorks, Amblin Entertainment

Vertrieb: Constantin Film

Filmzine-Review vom 16.04.2017

Von ihrem Pendlerzug aus beobachtet Rachel (Emily Blunt) das Leben in den Häusern an der Bahntrasse, wo der Zug regelmäßig zum Stehen kommt. Haus Nr. 15 hat es ihr besonders angetan: das gutaussehende Pärchen, das dort wohnt, scheint wunschlos glücklich zu sein und hat alles, was Rachel auch gern hätte. Einst wohnte sie selbst mit Ehemann Tom in Haus Nr. 13, bevor ihre Ehe an Rachels Alkoholsucht zerbrach. Jetzt ist Anna dort eingezogen und hat Tom das Kind geschenkt, das er immer wollte. Eines Tages sieht Rachel die Frau aus Nr. 15 mit einem anderen Mann auf dem Balkon knutschen. Am nächsten Tag wacht Rachel mit blutverschmierter Kleidung und Total-Blackout zu Hause auf. Aus den Nachrichten erfährt sie, dass die hübsche Blondine verschwunden ist und per Großfahndung gesucht wird. Hat Rachel etwas mit dem Verbleib von Megan zu tun…?

Der Krimi Girl on the Train der Britin Paula Hawkins bietet sich auf den ersten Blick nur bedingt für eine Verfilmung an. Diverse Zeitsprünge und drei wechselnde Ich-Erzählerinnen liefern nicht gerade leinwandfreundliche Voraussetzungen. In der Umsetzung werden die Perspektiven von Megan und Anna stark reduziert, so dass logischerweise Rachel als Hauptfigur im Mittelpunkt steht. Dass diese sich wegen ihrer Alkoholsucht gleich zu Beginn als unzuverlässige Zeugin bezeichnet, darf einem ruhig zu denken geben. Als problematisch für die Verteilung der eigenen Sympathien erweist sich jedoch die Tatsache, dass alle drei Frauen als eher schwach dargestellt und in eine Opferrolle gedrängt werden und sich nur über ihren nicht erfüllten oder anderweitig schiefgelaufenen Kinderwunsch definieren. Das straffe Tempo der Buchvorlage kann die Umsetzung von Tate Taylor (The Help) bis zu einem gewissen Grad halten, zudem punktet der Thriller mit seinem Einblick hinter die „Schöner Wohnen“-Fassade der Suburbs. Emily Blunt liefert mit alkoholvernebeltem Blick und leichtem Hang zur Persönlichkeitsstörung eine überzeugende Performance.

Im kurzen Feature über die Frauen des Films kommt auch Autorin Paula Hawkins zu Wort. Zudem steuert Regisseur Taylor einen Audiokommentar bei, der von 14 entfallenen Szenen und einem kurzen Making of ergänzt wird.

 

Ninas Filmwertung

Dieser Frauen-Thriller führt den Zuschauer ein paarmal an der Nase herum, erreicht aber nicht die Klasse von Gone Girl.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Constantin Film kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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