Kick-Ass

© Universal

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Kick-Ass

USA 2010

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 118 Min.

Studio: Plan B Entertainment

Vertrieb: Universal

Filmzine-Review vom 03.11.2010

Comic-Freak Dave (Aaron Johnson) hat sein Schattendasein als Geek satt. Wild entschlossen, es seinen Vorbildern gleich zu tun, bestellt er sich einen Taucheranzug, um fortan als „Kick-Ass“ für Gerechtigkeit auf den Straßen zu sorgen. Nachdem er prompt beim ersten Einsatz krankenhausreif geprügelt und durch eine OP quasi schmerzunempfindlich wird, landet ein Video von seiner nächsten Aktion im Netz und Kick-Ass wird zum gefeierten Internet-Hype. Allerdings gibt es in der Stadt schon ein wesentlich härteres Crimefighter-Pärchen: Big Daddy (Nicolas Cage) und Hit Girl (Chloe Moretz). Der Ex-Cop und seine Tochter haben dem Gangsterboss D’Amico (Mark Strong) den Kampf angesagt…

Was wie eine weitere Außenseiter-Komödie beginnt, entpuppt sich schon bald als furiose Comic-Action, die vor keinerlei Konventionen Halt macht. Wem es heutzutage noch gelingt, einen Film zu präsentieren, den man so noch nicht gesehen hat, wer sich traut neue Wege zu beschreiten – der kann darauf mit Fug und Recht stolz sein. Dabei ist der von der Kritik am häufigsten angekreidete Punkt gleichzeitig der größte Clou an Matthew Vaughns Geniestreich: eine 11-Jährige, die über Leichen geht, eine ganze Mafia-Gang in die Tasche steckt und ihr Waffenarsenal mehr liebt als andere Mädchen ihre Zauberpony-Sammlung. Angesichts der überzogenen Comic-Gewalt, die zu keiner Sekunde ernst gemeint oder ernst zu nehmen ist, ist der erhobene Zeigefinger jedoch gänzlich unangebracht. Vielmehr sollte man sich auf Kick-Ass einlassen und sich einfach vom brillanten Mix aus komödiantischen Elementen und Over-The-Top-Action unterhalten lassen. Und zwar glänzend. Zudem ist es geradezu beruhigend, Nicolas Cage nach diversen Fehlgriffen mal wieder in einer seiner Fähigkeiten würdigen Rolle zu sehen. Chloe Moretz wird man übrigens demnächst in Let Me In, dem Remake des schwedischen So finster die Nacht, in der Rolle des Vampirmädchens wieder begegnen.

Regisseur Matthew Vaughn (Stardust, Layer Cake) verrät in seinem Audiokommentar ein paar interessante Fakten zu „Kick-Arse“, wie er es Oxford-like ausspricht. Ein sage und schreibe fast zweistündiges und in vier Rubriken unterteiltes Making of sollte dann auch wirklich alle noch offenen Fragen beantworten. Ein kleines, aber informatives Feature über die Marvel-Comicvorlage rundet die Bonussektion ab.

 

Ninas Filmwertung

Irrsinniger Tritt in den Hintern mit geradezu unverschämt hohem Fun-Faktor.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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