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Deadpool

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Deadpool

USA 2016

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 108 Min.

Studio: 20th Century Fox, Marvel Entertainment

Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment

Filmzine-Review vom 12.07.2016

Eine Krebsdiagnose könnte für Ex-Söldner Wayne Wade (Ryan Reynolds) das sichere Ende bedeuten. Wade verlässt seine Freundin (Morena Baccarin aus Homeland) und entschließt sich für eine neuartige Behandlung. Tatsächlich gerät er in die Fänge rücksichtsloser Wissenschaftler, die die DNA seines Körpers genetisch verändern. Durch einen Nebeneffekt der Mutation kann sich Wade fortan selbst heilen, doch sein Gesicht bleibt auf Dauer entstellt. Versteckt unter einer rot-schwarzen Maske sinnt er als Deadpool auf Rache. Unterstützung erhält er von den X-Men Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand) und Colossus…

Wer die Nase voll hat von bleischweren, aufgeblasenen CGI-Materialschlachten (Batman v Superman: Dawn of Justice) oder der glattgebürsteten 124. Fortsetzung der X-Men und einfach mal wieder eine gelungene, weil originelle Comicverfilmung sehen möchte, kommt an Deadpool nicht vorbei. Der kackfreche Anti-Superheld ist bisher einer der Überraschungshits des laufenden Jahres und das, obwohl der Erfolg nicht wirklich abzusehen war, denn Reynolds hat sich schon in Green Lantern die Spandex-Hosen übergezogen und ist dabei ganz übel auf die Nase gefallen. Deadpool ist aber ein ganz anderes Kaliber: Mit halsbrecherischem Tempo und viel Mut zur Selbstironie spuckt der Streifen angefangen von der irrwitzigen Titelsequenz bis zum großen Finale dem Mainstream ein ums andere Mal ins Gesicht. Die unsichtbare vierte Wand zum Publikum wird dabei ebenso durchbrochen wie die Grenzen des guten Geschmacks. Einziger minimaler Wermutstropfen: Gegen den derben, neuen Mutanten-Star sehen die Bad Guys keinen Stich. Besonders Ed Skrein (als Ajax) hinterlässt wenig Eindruck, besser ist da schon Gina Carano, die als Angel Dust ihre Gegner reihenweise auf die Bretter schickt.

In der Jahresauswertung sollte Deadpool in den Blu-ray-Charts ganz vorne dabei sein. Fox Home Entertainment hat bei der Umsetzung dementsprechend auch keine Wünsche offen gelassen (abgesehen von der fehlenden dt. HD-Tonspur). Die Extras sind massiv und belegen eindrucksvoll, dass die Produktion eine Herzensangelegenheit von Ryan Reynolds gewesen sein muss. Zu den Features gehören u.a. gleich zwei Audiokommentare und ein ausführliches Making of (80 min).

 

 

Marcs Filmwertung

„I may be super, but I’m no hero“: Derb-brutale Superhelden-Action mit viel Witz und Kultfilmpotential.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb 20th Century Fox Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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