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Loving Vincent

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Loving Vincent

UK/Polen 2017

FSK: ab 6 Jahren

Länge: ca. 95 Min.

Vertrieb: Universum Film

Filmzine-Review vom 17.05.2018

Die letzten Tage seines Lebens verbringt Vincent van Gogh in einem französischen Gasthof. Nach einem Selbstmordversuch schwer verletzt erliegt er zwei Tage später seiner Schusswunde. Als ein Jahr später ein Brief des Malers an seinen Bruder Theo auftaucht, soll Armand Roulin, der Sohn des Postmanns, den Bruder ausfindig machen und ihm den Brief übergeben. Im Rahmen dieser Mission begegnet er den Menschen, die van Gogh bis kurz vor seinem Tod begleitet haben…

Die polnisch-britische Produktion Loving Vincent ist mehr als nur eine Liebeserklärung an den niederländischen Maler – sie ist ein eigenes künstlerisches Meisterwerk, ein komplett in Ölfarben gemalter Film und damit eine spektakuläre Weltpremiere. 94 Gemälde van Goghs finden sich in der Erzählung wieder, wobei hin und wieder jahres- oder tageszeitliche Anpassungen hinsichtlich der Lichtstimmung und Farbgebung vorgenommen werden mussten, was die Sache um so spannender macht. Gedreht wurde zunächst mit echten Schauspielern (u.a. Chris O’Dowd, Saoirse Ronan, Aidan Turner), und Bild für Bild wurde dann von über 80 Malern mit Ölfarben im typischen van Gogh-Stil nachgestrichelt. Dass dabei kein Pinselstrich an derselben Stelle sitzt wie im nächsten Frame und auch die Mischfarben natürlich leicht changieren, sorgt für einen lebendigen Gesamteindruck. Leider kann die etwas belanglose Story nicht wirklich überzeugen, was zu Abzügen in der B-Note führt. Für eine Oscar-Nominierung hat es trotzdem gereicht, auch wenn die Auszeichnung für den besten Animationsfilm an Disneys Coco ging.

 

Blu-ray Extras:

    • Making of (16 min)
    • Die Entstehung von Loving Vincent (6 min)
    • Interviews (16 min)
    • Der Produktionsprozess (22 min)
    • Trailer zu 11 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Großartiges Kunstkonzept, herausragend umgesetzt – leider blieb die Handlung dabei auf der Strecke.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Leserwertung

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Trailer

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