Monte Cristo

© Universum Film

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Monte Cristo

The Count of Monte Cristo

USA | GB 2001

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 126 Min.

Studio: Touchstone Pictures

Vertrieb: Universum Film

Filmzine-Review vom 18.02.2003

Der junge Seefahrer Edmond Dantes (James Caviezel) fällt kurz vor seiner Hochzeit einer Intrige seiner vermeintlichen Freunde zum Opfer und wird unschuldig zu lebenslanger Haft auf die Gefängnisinsel Château d’If verbannt. Nach 14 Jahren gelingt ihm mit Hilfe seines Mentors Abé Faria (Richard Harris) die langersehnte Flucht. Dank Schatzkarte kehrt Dantes als wohlhabender Graf nach Paris zurück, um endlich Rache zu üben…..

Mit schöner Regelmäßigkeit wird Alexandre Dumas berühmtestes Werk Der Graf von Monte Cristo in aller Herren Länder neu verfilmt. Rächte sich vor wenigen Jahren noch der unermüdliche Gérard Depardieu in einem hochgelobten europäischen TV-Mehrteiler an seinen Peinigern, so ist im neuesten Remake wieder einmal Hollywood an der Reihe. Unter der Regie des Abenteuerfilm-erprobten Kevin Reynolds (Robin Hood – Der König der Diebe) entstand genau das, was man von dem Klassiker erwarten konnte: Intrigen, Piraten, Napoleon, Fecht-Duelle, Kostüme, Kerker, lange Bärte, finstere Schurken und eine edle Heldengestalt. Klingt irgendwie altmodisch und so 100% ist Reynolds Neuverfilmung eigentlich nicht zu rechtfertigen, aber das Ergebnis kann sich trotz gelegentlicher kreativer Auszeiten gut sehen lassen. Die altbekannte Story ist überwiegend flott erzählt, hübsch bebildert und grundsolide besetzt. Neben dem großen Richard Harris in einer seiner letzten Rollen laviert sich Guy Pearce (Memento) in der Rolle des Fernand Mondego dermaßen gekonnt verabscheuungswürdig durch den Film, dass man als Zuschauer fast schon selber zum Degen greifen möchte. Dies übernimmt dann aber doch stellvertretend James Caviezel, der eigentlich mal Profi-Basketballer werden sollte und mittlerweile als einer der kommenden Filmstars gehandelt wird. Den Part des von Rache geplagten Edmond Dantes spielt Caviezel merkwürdigerweise unterkühlt und introvertiert. Selbst die klassische Szene, in der er die Namen seiner Feinde („Villefort! Mondego! Danglar!“) voller Abscheu herunterbetet, bleibt relativ emotionslos.

Audiovisuell können sich Freunde klassischer Abenteuer-Filme beruhigt in den Heimkino-Sessel zurücklehnen. Das Bild ist abgesehen von einigen dunklen Szenen fast fehlerfrei und überaus farbenfroh. Der 5.1-Sound konzentriert sich in erster Linie auf die dramatische Filmmusik und hätte auf den hinteren Boxen ein wenig mehr Dampf vertragen können. Obwohl Monte Cristo nicht den fast schon obligatorischen „Special Edition“-Stempel trägt, bietet die DVD eine größere Anzahl interessanter Features. Neben 4 Dokumentationen und einem Multi-Angle Feature gibt es noch einen passablen Audiokommentar mit dem Regisseur.

 

Marcs Filmwertung

Farbenprächtiges Remake der bekannten Rache-Geschichte in klassischer Hollywood-Manier.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Universum Film kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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