Pakt der Wölfe (Verleih)

© Columbia Tristar Home Entertainment | Helkon

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Pakt der Wölfe (Verleih)

Le Pacte des Loups

Frankreich 2001

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 137 Min.

Studio: Columbia Pictures

Vertrieb: Columbia Tristar Home Entertainment | Helkon

Filmzine-Review vom 07.09.2002

Frankreich 1799. Das Gebiet um Gévaudan ist Schauplatz einer grausamen Mordserie. Angeblich steckt eine Art Wolfsmonster hinter den blutigen Anschlägen. Als keine Besserung in Sicht ist, wird auf Befehl des Königs der Wissenschaftler Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) mit der Aufklärung der Verbrechen beauftragt. Mit Hilfe seines indianischen Blutsbruders Mani (Mark Dacascos) versucht er das Ungeheuer zu stellen…

Es ist nahezu unmöglich, den Pakt der Wölfe eindeutig zu kategorisieren. Der Film ist ein wildes Sammelsurium verschiedenster Genres: Horror-Schocker, Verschwörungsthriller, Martial-Art-Reißer, Kostümschinken. All das vermengt Regisseur Christophe Gans zu einem ungewöhnlichen Spektakel, das allein in Frankreich mehr als 5 Millionen Besucher fand. Die größte Stärke des Films ist zweifelsohne die visuelle Seite. In schaurig-schönen Cinemascope-Bildern reihen sich fast pausenlos enorme Schauwerte aneinander. Ob gekonnt choreographierte Schlägereien in Matrix-Manier oder einfach das Einfangen der bedrohlichen Naturkulissen: die Bilder in Pakt der Wölfe sind stets allgegenwärtig. Diese Fixierung bleibt leider nicht ohne Folgen für den Verlauf der anfangs noch spannenden Story. Besonders enttäuschend ist der Moment, in dem man endlich einen genaueren Blick auf das „Monster“ werfen kann. In Zeiten von fast perfekten digitalen Animationen wirkt die CGI-Kreatur hoffnungsvoll veraltet und überholt und verbreitet somit keinen großen Schrecken. Schlimmer aber noch wiegt die zusehends überfrachtete Handlung, die besonders gegen Ende aus den Fugen gerät und mehr Verwirrung als Aufregung erzeugt.

Der Pakt der Wölfe erscheint zunächst im Verleihfenster der Anbieter Columbia Tristar und Helkon. Im Gegensatz zu anderen Vertrieben ist die Ausstattung der Scheibe aber schon ganz ordentlich. Neben zwei deutschen Tonspuren (DTS und Dolby Digital 5.1) wird auch die französische Originalversion im 5.1-Format angeboten. Den besten Eindruck hinterlässt der DTS-Track, der in Sachen Räumlichkeit und Dynamik keine Wünsche offen lässt. Gelungen ist ebenfalls der Bildtransfer, der die visuellen Eskapaden des Films nahezu perfekt widerspiegelt. Als Extras bilden zwei verschiedene Audiokommentare mit dem Regisseur und den beiden Hauptdarstellern den Schwerpunkt. Beide Kommentare sind auf französisch, allerdings kann man deutsche Untertitel hinzuschalten. Die DVD enthält außerdem den Director’s Cut, der um etwa 7 Minuten länger ist. Aber aufgepasst: die zusätzlichen Szenen (per Integrated Branching nahtlos eingefügt) sind nicht nachsynchronisiert. Also, nur die Ruhe bewahren und nicht gleich hektisch zur Fernbedienung greifen, mit der DVD ist wirklich alles in Ordnung.

 

Marcs Filmwertung

Wilder Genre-Mix, visuell top, inhaltlich überfrachtet.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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