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Paranormal Activity: Next of Kin

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Paranormal Activity: Next of Kin

USA 2021

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 98 Min.

Vertrieb: Paramount Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 22.11.2022

Mit ihren zwei Freunden Dale und Chris macht sich Margot (Emily Bader) auf den Weg zu einer abgelegenen Amish-Enklave. Sie hat endlich die Familie ihrer Mutter gefunden und will die Begegnung von ihren Kumpels filmisch dokumentieren lassen. Ihre Verwandten nehmen die drei zwar bei sich auf, wahren aber die Distanz und verheimlichen offenbar gewisse Rituale vor den Eindringlingen aus der modernen Welt. Seltsame Vorkommnisse häufen sich, vom Dachboden kommen nachts unerklärliche Geräusche – und was hat es mit der versteckten Kapelle im Wald und ihrem unendlich tiefen Brunnen auf sich…?

Paranormal Activity 7 hätte auch Blair Witch 4 heißen können. Denn mit aufgestellten Kameras im Schlafzimmer hat Next of Kin nichts mehr zu tun. Auch das Found Footage-Konzept wird sehr frei interpretiert – mit Luftaufnahmen und diversen Kameraperspektiven, die den klaustrophobischen Effekt, den diese Art Film sonst auszeichnet, quasi zunichte machen. In dieser Hinsicht gelingt allein die Szene, in der Margot nachts mit ihrem Handy bewaffnet auf dem Dachboden herumkriecht, eine kleine Geheimtür entdeckt, sich unter dem Bett versteckt und versucht, die Ursache der Geräusche ausfindig zu machen. Hier sucht man panisch jeden Winkel des Kamerabilds ab, ob man den Gruselgeist entdeckt, bevor er einem entgegenspringt. Nach viel religiösem Kult-Tamtam zieht das Tempo dann in der letzten halben Stunde nochmal richtig an. Und hier wähnt man sich fast schon eher in einer Fortsetzung von Resident Evil, als sich allmählich alle Puzzleteile zusammenfügen. Auch das offene und durchaus schockierende Ende muss man respektieren, wenngleich das Gesamtwerk einen eher mäßigen Eindruck hinterlässt.

 

Blu-ray Extras:

    • 7 entfernte Szenen (26 min)

 

Ninas Filmwertung

Mäßig origineller Religions-Kult-Horror, der erst gegen Ende so richtig Fahrt aufnimmt und mit einer überraschenden Wendung zu einem gelungenen Finale findet.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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