Rolling Stones – Four Flicks (4 DVDs)

© Warner Music Vision

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Rolling Stones – Four Flicks (4 DVDs)

GB 2003

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 460 Min.

Vertrieb: Warner Music Vision

Filmzine-Review vom 16.12.2003

Am 12. Juli 1962 absolvierten sie ihren ersten Auftritt unter dem Namen „The Rolling Stones“ im Londoner Marquee Club. 41 Jahre später hat das britische Quartett noch immer nicht genug von der Bühne. Bis heute füllen die Stones mühelos Arenen und Stadien weltweit – und das, obwohl die 4 Altrocker inzwischen gemeinsam auf ein Alter von über 200 Jahren kommen…

Mit der 4 DVD-Box Four Flicks haben sich Jagger, Richards, Watts und Wood nach mehreren mittelprächtigen Veröffentlichungen nun auch digital ein Denkmal gesetzt. Drei verschiedene Konzerte und eine komplette Doku-Scheibe summieren sich auf fast 8 Stunden Stones pur. Wer allerdings einen Querschnitt durch vier Dekaden Bandgeschichte erwartet hat, wird enttäuscht sein: es dreht sich alles um die 2002/2003er Licks World Tour, auf der Jagger & Co. in über 12 Monaten etwa 120 Gigs auf drei Kontinenten spielten. Gelungen ist dabei nicht nur die Zusammenstellung unterschiedlichster Konzert-Atmosphären, auch die Setlists der drei Mitschnitte können sich mit gerade mal fünf Überschneidungen durchaus sehen lassen.

Beginnen wir mit New York, Madison Square Garden. Vor knapp 20.000 Zuschauern rocken sich die vier Briten durch Klassiker wie „Street Fighting Man“ oder „It’s Only Rock’n’Roll“, daneben gibt’s auch softeres wie „Angie“ oder neue Songs wie „Don’t Stop“ zu hören. Bei „Honky Tonk Woman“ liefert Mick Jagger ein hautenges Duett mit Star-Gast Sheryl Crow ab, bevor im Finale zu „Jumpin‘ Jack Flash“ ein roter Blätterregen auf die Bühne herabrieselt. Szenenwechsel: London, Twickenham Stadium. Noch gigantischer, noch besser. Macht es die Masse (55.000 Zuschauer) oder die Tatsache, dass wir in der Heimat der Stones gelandet sind – hier springt der Funke erst so richtig über. Das Publikum ist deutlich engagierter (spürbar z.B. bei „Can’t Always Get What You Want“) – eine Begeisterung, die sich auch auf die Band überträgt. Von „Paint It Black“ über „Sympathy For The Devil“ bis hin zu „(I Can’t Get No) Satisfaction“ reiht sich auch hier Hit an Hit, als Stargäste sind diesmal Malcolm & Angus Young von AC/DC dabei. Sprung über den Kanal: in Paris geht es vergleichsweise gemütlich zu. Gerade mal knappe 2.500 Zuschauer fasst das Olympia Theatre. Den Einstieg liefert mit „Start Me Up“ diesmal ein 80er-Titel, am Schluss dürfen jedoch die frühen Klassiker wie „Honky Tonk Woman“ und „Brown Sugar“ nicht fehlen, bevor mit dem „Rausschmeißer“ „Jumpin‘ Jack Flash“ auch dieses Konzert zu Ende geht. Als einer der Höhepunkte bleibt hier übrigens der Auftritt von Solomon Burke mit „Everybody Needs Somebody To Love“ in Erinnerung.

Wer nach insgesamt 52 Songs und zahlreichen kleineren Extras auf den drei Konzert-DVDs noch nicht genug hat, der kann anhand der „Documentaries“ einen weiteren Blick hinter die Kulissen werfen. Neben insgesamt knapp 80 Minuten Tour-Dokumentation gibt es hier außerdem noch 7 Bonus-Tracks zu sehen.

Die technische Umsetzung passt sich der inhaltlichen Qualität der DVD-Box an. Die Konzerte präsentieren sich in einem adäquaten Bild, das auch in den naturgemäß häufig dunklen Szenen gute Kontraste behält. Schade höchstens, dass nur die Stadium Show in Widescreen 16:9 vorliegt, die übrigen Scheiben müssen mit 4:3-Format auskommen. Der Sound liefert eine solide Surround-Atmosphäre ab, mit der das Konzertgeschehen „Live on Tape“ in die heimischen vier Wände transportiert wird.

 

Katjas Filmwertung

It’s only Rock’n’Roll – but we like it! Umfangreiches Box-Set von und mit vier unermüdlichen Bühnen-Dinosauriern.

Katja

Katja

Originalton-Verfechterin, Fantasy- und Serien-Fan. Schaut gerne spanische und französische Filme, um den Kopf ein-, sowie auch mal Bollywood und gute RomComs, um ihn auszuschalten.

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Cast & Crew

Interpret:
Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Warner Music Vision kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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