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The Black Phone

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The Black Phone – Sprich nie mit Fremden

The Black Phone

USA 2021

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 102 Min.

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 14.09.2022

USA 1978: In einer Kleinstadt in der Nähe von Denver treibt ein Kidnapper mit dem Beinamen „The Grabber“ sein Unwesen, der mittlerweile schon 5 Kinder aus der Gegend entführt hat. Eines Tages trifft es auch den schüchternen Finney (Mason Thames), der zusammen mit seiner Schwester Gwen (Madeleine McGraw) bei seinem alkoholkranken Vater (Jeremy Davies) lebt. Finney landet in einem schäbigen Kellerraum mit nicht viel mehr als einer schmutzigen Matratze, einer Toilette und einem schwarzen Telefon an der Wand, das scheinbar nicht angeschlossen ist. Schon bald erhält der Junge Anrufe von früheren Opfern des Grabbers, die ihm Ratschläge für seine Gefangenschaft geben, z. B. wie man Fallen vermeidet und wie man genaustens den Raum untersucht. Während Finney seine Flucht plant, bekommt seine Schwester Gwen immer häufiger übersinnliche Träume, die ihr Hinweise auf Finneys Aufenthaltsort geben…

Der übernatürliche Schocker The Black Phone präsentiert sich in seinen besten Momenten wie eine Hommage an die Werke des Horror-Masterminds Stephen King. Dies ist nicht weiter überraschend, denn das Drehbuch basiert auf einer knackigen Kurzgeschichte von Joe Hill, dem Sohn des berühmten Autors. Zwar gibt es keinen monströsen Clown wie in Es, dafür aber den „Grabber“, einen maskierten Serienmörder, der es auf Teenager abgesehen hat und im Clownskostüm und mit schwarzen Luftballons in seinem Van die Gegend nach neuen Opfern absucht. Regie führt Scott Derrickson, der nach seinem kurzen, aber hoch gelobten Ausflug ins Marvel-Universum mit Doctor Strange wieder zu seinen Wurzeln ins Horror-Genre (Sinister) zurückkehrt. Scott übertreibt es nicht mit billigen Jump Scares, sondern setzt in erster Linie auf die spannend erzählte Geschichte und eine sorgfältige Figurenzeichnung. Der zentrale, übernatürliche Aspekt, dass die ehemaligen Opfer des Mörders über ein abgeschaltetes Festnetztelefon mit dem Jungen aus dem Jenseits sprechen, wird nicht weiter erläutert, trägt aber immens zur jederzeit fesselnden Atmosphäre bei. Ethan Hawke zeigt in einer seltenen Bösewicht-Rolle eine beängstigende und faszinierende körperliche Präsenz und verschmilzt mit den sehr gruseligen Masken, die perfekt an seine Gesichtskonturen angepasst sind. Für einen einmaligen Auftritt ist die „Grabber“-Figur eigentlich zu scary, und wer weiß, vielleicht bildet The Black Phone den Auftakt zu einer neuen Horror-Franchise…

 

Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Produzent/Co-Autor/Regisseur Scott Derrickson
    • 2 unveröffentlichte Szenen (1 min)
    • Ethan Hawkes böse Seite (4 min)
    • Den Anruf beantworten: Hinter den Kulissen von „The Black Phone“ (11 min)
    • Der Teufel im Design (5 min)
    • Super-8-Set (2 min)
    • „Shadowprowler“ – Ein Kurzfilm von Scott Derrickson (12 min)
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Stimmungsvoller und fesselnder Schocker, der zu den besten Horrorfilmen des Jahres zählt.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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