The Counselor

© 20th Century Fox Home Entertainment

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The Counselor

GB | Spanien | USA 2013

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 117 Min.

Studio: Fox 2000 Pictures

Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment

Filmzine-Review vom 22.04.2014

Ein Anwalt (Michael Fassbender) auf dem Weg nach oben, von allen nur der Counselor genannt, lässt sich auf einen hochgradig riskanten Drogendeal mit einem mexikanischen Kartell ein. Wenn alles gut geht, könnte er satte 20 Millionen Dollar einstreichen und seine Verlobte (Penélope Cruz) weiterhin mit Diamanten überhäufen. Einem simplen Zufall geschuldet geht der Deal jedoch schief und nun steht nicht nur der Anwalt tief in der Schuld des Kartells, sondern auch sein zwielichtiger Vermittler (Javier Bardem) sowie Berater Westray (Brad Pitt)…

Die verheißungsvolle Kombination aus Regisseur Ridley Scott, Drehbuch-Autor Cormac McCarthy und einer unfassbaren Traumbesetzung (Pitt, Bardem, Fassbender, Cruz, Diaz) versprach zumindest auf dem Papier einen weiteren potentiellen Kult-Knüller im Stil von No Country For Old Men. Mittlerweile ist man schlauer, The Counselor ist beim Publikum durchgefallen und wurde von der Kritik geradezu zerfetzt. Was ging also schief bei diesem „Match Made In Heaven“? Um es mal lapidar auszudrücken: Der Film kommt nur unheimlich schwer in die Gänge, fast scheint es so, als ob Ridley Scott die wortgewaltige Vorlage von Cormac McCarthy nie so richtig in den Griff bekommt. In der ersten Stunde tauschen die Darsteller vornehmlich metaphernreiche Anekdoten aus, u.a. mit der wohl absurdesten Sex-Szene der vergangenen Zeit (Cameron Diaz akrobatisch auf der Ferrari-Motorhaube). Die eigentliche Drogen-Thematik bleibt hingegen recht diffus im Hintergrund und spielt allenfalls eine untergeordnete Rolle. Mit Ausnahme der bemitleidenswerten Freundin des Counselors lassen einen zudem sämtliche Charaktere kalt, das gilt für den gierigen Anwalt, der den Hals nicht voll kriegen kann, genauso wie für den von Javier Bardem verkörperten Paradiesvogel. Man sollte sich trotzdem hüten, The Counselor als Flop abzutun, das Werk fällt eher in die Kategorie „grandios gescheitert“. Die nihilistische Atmosphäre etwa fängt der Film in eindrucksvollen Bildern ein und die sporadischen Gewalteruptionen sind mindestens so schockierend wie in No Country For Old Men.

Die Blu-ray bietet als Bonus den rund 20 Minuten längeren Extended Cut (nur auf Englisch), der im Vergleich zur Kinofassung dank einiger sinnvoller Erweiterungen einen deutlich stärkeren Eindruck hinterlässt. Technisch macht das HD-Bild dank des hohen Schärfegrades einen fantastischen Eindruck. Gedreht wurde übrigens nicht in New Mexiko oder der Alptraumstadt Ciudad Juárez, sondern in Spanien. Weitere Hintergrundinfos zur Produktion liefert das fast 80-minütige Making of, das man sich am Stück oder in 13 einzelnen Featurettes anschauen kann.

 

Marcs Filmwertung

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb 20th Century Fox Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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