Killing Them Softly

© Universum Film

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Killing Them Softly

Killing Them Softly

USA 2012

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 97 Min.

Studio: Inferno Entertainment

Vertrieb: Universum Film

Filmzine-Review vom 28.05.2013

Die beiden tumben Gangster Frankie (Scoot McNairy) und Russell (Ben Mendelsohn) überfallen eine illegale Pokerrunde und machen den großen Reibach. Dumm nur, dass die Mafia bei der Runde die Hände im Spiel hat und prompt den Profi-Killer Jackie Cogan (Brad Pitt) auf die beiden Amateur-Täter ansetzt…

Schon bei seinem letzten Film, dem Western Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, hat der australische Regisseur Andrew Dominik sein Publikum in zwei Hälften gespalten. Die einen sahen in dem Film ein elegisches Meisterwerk, die anderen ein langweiliges Kammerspiel. Mit dem Neo-Noir-Gangsterstreifen Killing Them Softly dürfte sich diese Reaktion wiederholen. Erneut unterläuft Dominik gängige Sehgewohnheiten und verzichtet überwiegend auf die üblichen Genre-Konventionen. Statt auf viel Tamtam und Ballerei setzt Killing Them Softly auf eine authentische Milieuzeichnung, gebrochene Verlierertypen und gelegentliche Gewalteruptionen. Als Vorlage diente der Roman \“Cogan’s Trade\“ von George V. Higgins, dessen Schauplatz der Regisseur vom Boston der 70er nach New Orleans kurz vor der Präsidentschaftswahl ins Jahr 2008 verlegt hat. Schauspielerisch wird der Film von Brad Pitt dominiert, auch wenn dieser erst nach gut 20 Minuten zum ersten Mal auftritt. In den Nebenrollen glänzen erfahrene Gangster-Visagen wie Ray Liotta oder natürlich James Gandolfini als New Yorker Hitman Mickey, der seine besten Tage längst hinter sich hat.
Die Gesamtzeit der Extras (4 Deleted Scenes und Behind the Scenes) beträgt gerade mal eine Viertelstunde – für einen Film dieses Kalibers eindeutig zu wenig. Dafür passt aber die hohe Bildqualität, insbesondere der sehr gute Schwarzwert macht die vielen Nacht- und Dunkelszenen zu einem reinen Vergnügen.

 

Marcs Filmwertung

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Universum Film kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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