Veronica Mars

© Warner Home Video

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Veronica Mars

USA 2014

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 107 Min.

Studio: Warner Bros.

Vertrieb: Warner Home Video

Filmzine-Review vom 26.07.2014

10 Jahre ist es her, dass Veronica Mars ihrer Heimatstadt Neptune den Rücken gekehrt hat. Ihrer Anwaltskarriere in New York und einer unbeschwerten Zukunft mit Piz steht eigentlich nichts im Weg – da ereilt sie ein Hilferuf eines alten Bekannten. Logan, inzwischen das Enfant terrible der High Society in Neptune, wird des Mordes an seiner Freundin, dem Pop-Sternchen Bonnie DeVille, beschuldigt. Keine Frage, dass dieser Verdacht Veronicas alten Detektivehrgeiz weckt…

Die TV-Serie Veronica Mars bot seinerzeit neben Intrigen, Affären und dem alltäglichen Highschool-Wahnsinn unter kalifornischer Sonne angenehm fetzige Dialoge und vor allen Dingen ein hohes Identifikationspotenzial mit der smarten Protagonistin (Kristen Bell), die nie um eine zündende Idee oder einen frechen Spruch verlegen war. 6 Jahre nach Ende der dritten und letzten Staffel wurde 2013 eine Online-Fan-Kampagne gestartet, die Ausmaße erreichte, die so niemand erwartet hatte. Über 90.000 Fans spendeten 5,7 Millionen Dollar, um ihre kesse Lieblingsdetektivin noch einmal auf der Leindwand sehen zu können. Und die liefert ab, als wäre sie nie weg gewesen, so dass alle „Marshmallows“ voll auf ihre Kosten kommen. Schließlich gibt es auch ein Wiedersehen mit Wallace (Percy Daggs III), „Mac“ (Tina Majorino), Weewil (Francis Capra) und dem Rest der Gang, so dass man über die Schwächen des doch arg konstruierten Drehbuchs mit einem zugedrückten Auge hinwegsieht. Der Kinofilm mutet an wie eine Doppelfolge mit Überlänge – Veronica zieht alle Register, schlüpft in verschiedene Rollen, um auf halblegalem Weg an Informationen zu kommen und Ungerechtigkeiten aufzudecken und abzustellen — und hat dabei wie immer unverschämtes Glück und natürlich den richtigen Riecher. Und dass jemand, der Piz heißt, einer alten Highschool-Liebe nicht das Wasser reichen kann, ist ja irgendwie auch klar…

Ein knapp einstündiges Feature beobachtet den Launch der Online-Kampagne auf der Kickstarter-Website, die Reaktionen der Macher und Darsteller, begleitet Fan-Events und ist so ein schönes Feature von den Fans für die Fans.

 

Ninas Filmwertung

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Warner Home Video kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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