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White Boy Rick

© Sony Pictures Entertainment

White Boy Rick

USA 2018

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 111 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Entertainment

Filmzine-Review vom 02.08.2019

Detroit 1984: Richard Wershe Sr.(Matthew McConaughey) schlägt sich mit illegalen Waffenverkäufen mehr schlecht als recht durch. Sohnemann Rick (Richie Merritt) hilft bei den Transaktionen schon mal aus und beweist im Alter von gerade mal 14 Jahren erstaunliches Talent. Es dauert nicht lange, bis Rick Verbindungen zur lokalen Drogenszene aufbaut und selbst anfängt zu dealen. Als „White Boy Rick“ steigt er langsam auf, doch als ihn das FBI (Jennifer Jason Leigh & Rory Cochrane) als Informant einspannt, ist sein Ende vorprogrammiert…

Die McConaissance scheint endgültig vorüber, denn seit Interstellar wartet der gefeierte Oscarpreisträger (für Dallas Buyers Club) nun auf einen kommerziellen Hit. Auch zuletzt bewies McConaughey bei der Auswahl seiner Rollen nicht immer ein glückliches Händchen (Gold, Der dunkle Turm), doch schauspielerisch ist er jederzeit in der Lage, einem Film seinen Stempel aufzudrücken. Das gilt auch für die True Crime-Story White Boy Rick, in der er mit Vokuhila, Schnauzer und White Trash-Attitüde den Vater des bis dato jüngsten Informanten in der Geschichte des FBIs spielt. Die Hauptfigur wird  hingegen sehr überzeugend von Newcomer Richie Merritt verkörpert, der sich fast schon teilnahmslos vom FBI überrumpeln lässt und sich allenfalls um seine drogenabhängige Schwester (Bel Powley) Sorgen macht. Der Absturz des streetsmarten Teenagers lässt nicht lange auf sich warten: 1987 wurde Wershe während einer Polizeikontrolle mit über acht Kilogramm Kokain verhaftet und anschließend zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe veruruteilt. Mit europäischem Blick gelingt dem britischen Regisseur Yann Demange eine oft faszinierende Umsetzung des Justiz-Skandals. Auch als Milieustudie funktioniert White Boy Rick weitestgehend gut, wenngleich die Szenen im erschreckend abgewrackten Detroit größtenteils in Cleveland gedreht worden sind. Mehr Hintergrundinfos und Bilder vom echten Richard Wershe, Jr. bietet die knapp aber interessant ausgestattete Blu-ray, u.a. mit einem Trivia Track.

 

Blu-ray Extras:

    • Trivia Track
    • 7 entfallene Szenen (7 min)
    • Making of (5 min)
    • Die unbekannte, aber wahre Geschichte von Rick Wershe Jr. (6 min)
    • The Three Tribes of Detroit: Die Besetzung (10 min)
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Bis in die kleinste Nebenrolle herrvoragend besetzte und stimmige Rekonstruktion eines Justiz-Skandals aus den 1980ern.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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