© Bildmaterial Capelight Pictures

Border

© Capelight Pictures

Border

Gräns

Schweden 2018

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 110 Min.

Vertrieb: Capelight Pictures

Filmzine-Review vom 17.09.2019

Tina (Eva Melander) hat einen übermenschlichen Geruchssinn. Die Grenzbeamtin erschnüffelt menschliche Scham und Angst und endeckt somit alles – von der geschmuggelten Flasche Schnaps bis zu Kinderpornografie auf einer Speicherkarte. Nebenbei hilft sie der Polizei bei schwierigen Ermittlungen. Durch einen Gendefekt sieht sie anders aus als andere Menschen und wird vielerorts skeptisch beäugt und ausgegrenzt. In Vore (Eero Milonoff) erkennt sie einen Verbündeten – er sieht aus wie sie, aber er riecht auch verdächtig. Welches Geheimnis hütet er?

Das Drehbuch zu Border stammt aus der Feder von John Ajvide Lindqvist, der schon mit So finster die Nacht einen schwedischen Überraschungshit landete. Zunächst ist nicht klar, wo die Reise hingeht – ist Border ein Krimi mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin oder doch eher ein Sozialdrama über das Anderssein? Auch die nordische Mythologie kommt zum Tragen, denn Tina hat etwas Animalisches an sich, das sich bei ihrer behutsamen Interaktion mit Füchsen, Elchen und Rehen zeigt – fast, als sei sie selbst ein Wesen des Waldes. Tinas Identitätskrise ist in jedem Fall ein treibender Faktor und in Vore findet sie endlich jemandem, mit dem sie sich austauschen kann, der dasselbe erlebt wie sie – auch wenn er im Gegensatz zu der verschüchterten Frau meist offensiv und aggressiv damit umgeht. Die Annäherung der beiden gipfelt in einer der vielleicht ungewöhnlichsten und mitunter verstörendsten Liebesszenen, die man so in keinem Mainstream-Film finden würde. Auf dem Fantasy Filmfest 2018 wurde die mythisch-düstere Fabel als Centerpiece präsentiert und ist nun auch für die Entdeckung für das Heimkino-Publikum bereit!

 

Blu-ray Extras:

    • Trailer zum Film
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Mystisch-düstere Fabel voller Überraschungen – absolut sehenswertes Genrekino aus Schweden.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

Alle Reviews anschauen

Leserwertung

Eure Leserwertung:
[Gesamt:5    Durchschnitt: 4.2/5]

Trailer

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Cast & Crew

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.